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Okt
08

Befindlichkeiten

Manchmal ist es an der Zeit, gewisse Dinge zu überdenken.

Jeder Mensch hat seine Befindlichkeiten, die es zu respektieren gilt.
Einer meiner „Leitsätze“. Gerade auch, weil ich in dieser Hinsicht sehr empfindsam bin.
Nur- wie weit lässt sich Freundschaft strapazieren?

-

Vor Jahren, nun fast schon Jahrzehnten, gab es in meinem Leben eine Frau. Nicht so, wie Ihr jetzt denken mögt, ich kenne sie seit meiner Kindheit. Uns verband eine innige Freundschaft.
U., so möchte ich sie an dieser Stelle nennen, obwohl sie so nicht heißt, ist um vieles verschiedener und wohl auch spontaner als ich. Ständig gab es „Auf und Ab`s“, gerade auch, als die „Männergeschichten“ begannen.
Später, als die Männergeschichten intensiver und auch bösartiger wurden, flüchtete sie oft aus ihrer Wohnung und übernachtete in meiner, sie trank literweise „AlleswirdgutTee“ und ich sprach mir meine Stimmbänder wund.

Irgendwann fand sie den geraden Weg und den richtigen Mann, meine Couch war nicht mehr nötig und ich habe sie nun schon mehrere Jahre nicht mehr gesehen und gesprochen.

-
Schnitt.
-
Dann gibt es Freunde, ? , mit denen telefoniert man täglich. Auch sie hat man jahrelang nicht mehr gesehen und dennoch glaubt man, eine innigliche Bindung zu ihnen zu haben.
Von Zeit zu Zeit hinterfrage ich dieses „Verhältnis“ jedoch. Überlege, wie sie und ich die Prioritäten setzen. Schätze realistisch die „Wertigkeit“ dieser Freundschaft ein und prüfe für mich, inwieweit sie Bestand hat.
Und manchmal erhalte ich Resultate, an denen ich ziemlich zu „arbeiten“ habe.
Doch vielleicht ist dieses „hinterfragen“ grundverkehrt?

Ich bin in einer Zwickmühle.

Könnt Ihr mir helfen, werte Leser?


11 Antworten zu „Befindlichkeiten“


  1. 1 arsfendi
    2. Oktober 2008 um 11:29

    Hallo meine Liebe,

    Du weißt ja, dass wir beide in punkto Freundschaft sehr ähnlich denken.
    Freundschaft ist ein stetiger Akt von Geben und Nehmen.
    Ein zeitweiliges Ungleichgewicht ist auch nicht weiter tragisch.
    Aber wenn sich generell kein Gleichgewicht einzustellen vermag, sollte man schon das Wort Freundschaft überdenken.

    Ich weiß noch ich hatte mal mit einem meiner besten Freunde Stefan ein gute Diskussion über das Thema „falsche“ Freunde.
    Im Grunde genommen gibt es keine falschen!!! Menschen, sondern nur Menschen die einem persönlich nicht guttun und von denen man sich dann verabschieden sollte.
    das hat dann auch rein gar nichts mit Empfindsamkeiten zu tun.

    Viel schlimmer finde ich persönlich das sich in einem Menschen irren.
    ich habs erlebt, dass ein „Freund“ monatelang sich bei mir ausgekotzt und über sein Feindbild hergezogen und getratscht hat.
    Irgendwann kamm dann die Versöhnung mit diesem Feindbild und es stellte sich eine Lüge nach der anderen heraus.

    Auf so etwas kann ich verzichten.

    Trotzdem ist Freundschaft etwas sehr Wichtiges, was stetig gepflegt werden sollte, von beiden Seiten.

    Innige freundschaftliche Umärmelung für Dich.

    Sabine

  2. 2 töchterchen
    2. Oktober 2008 um 19:08

    ja ja mutti…hm?! ;) hdl

  3. 3 paradalis
    2. Oktober 2008 um 19:44

    meine kleine.
    du bist mir die liebste.
    und das beste, was mir im zarten alter von zweiundzwanzig jahren passieren konnte. also eigentlich mit einundzwanzig. und mich jeden tag aufs neue freut.

    :-) )
    hab dich auch lieb!

  4. 4 paradalis
    2. Oktober 2008 um 20:41

    Liebe Sabine.

    Es ist schon eine Crux mit diesen Freundschaften. Manchmal glaube ich ja, wahre Freundschaften gibt es nur unter Weibern. Aber dann ist es ja auch so, dass ich wiederrum oft und gern behaupte: „Ich bin eine bessere Freundin, als Frau“, wenn mich ein Mann zur Frau haben möchte.

    Und du hast schon ganz recht, wenn du schreibst, wir sehen es ähnlich. Aber- ich bin es eben auch müde, mich immer wieder erklären zu müssen. Ich gehe wie selbstverständlich davon aus, dass ein Freund von den Befindlichkeiten seines Freundes weiß, dass er diese kennt.
    Vielleicht ist das auch mein Fehler? Vielleich artikuliere ich zu wenig?

    „Sei nicht immer so verstockt“, sagte mal ein Mann zu mir. Ein Mann, kein Freund.
    Vielleicht hatte er recht?

    So viele „vielleicht´s“ und so wenige Antworten.

    Umarmung, meine Freundin!

  5. 5 arsfendi
    3. Oktober 2008 um 09:09

    Ich weiß nicht liebe Heike, ich sehe Dich nicht als verstockt.
    Du bist ein geradliniger Mensch, der seine eigenen Ideale lebt.
    Du überdenkst rational was für Dich am besten ist.
    Als Freundin kann ich mir keine bessere wünschen, vielleicht auch, weil wir gerade so unterschiedliche Menschen sind. Ich denke genau das macht auch insbesondere unsere Freundschaft aus.

    Ich freu mich schon jetzt drauf, wenn Du hier in Düsseldorf bist und ich Dir vielleicht doch dieses Dörfchen etwas schmackhaft machen kann. (du weißt wie ich das meine!)

    Umärmelung meine Liebe!

  6. 6 brigitte
    3. Oktober 2008 um 22:43

    Hallo liebe Heike,
    Eine beste Freundin, darauf möchte keine Frau verzichten. Schließlich kann
    man mit ihr stundenlang telefonieren und quatschen, Kaffee trinken und einkaufen gehen,
    ohne daß sich jemals Langeweile einstellen würde. Bei ihr kann man sich
    ausheulen, wenn man Liebeskummer hat, und man kann mit ihr über alles
    reden. Sie hört immer zu und hält zu einem, ganz egal, was passiert. Im
    umgekehrten Fall sollte es natürlich genau so sein. Wichtig an einer
    Freundschaft ist aber ,den anderen so zu lassen wie er ist .Ihn anzunehmen
    mit all seinen Stärken und Schwächen. Natürlich gehört eine Portion Reife
    und ein gesundes Selbstbewusstsein auch dazu. Woran merkt man das es
    Freundschaft ist? Wenn man monatelang mal nichts voneinander gehört hat
    und man sofort wieder beeinander ist :-) wie sagt man so schön,…..die
    Chemie muss stimmen! Dann ist es einfach,……..einfach nur schön:-)
    Gruß & Kuss
    Brigitte
    P.S.
    Düsseldorf ist wirklich sehenswert und nicht nur für einen Tag :-)

  7. 7 Kay
    4. Oktober 2008 um 05:33

    Liebe Heike,
    Wirkliche Freunde sind was ganz kostbares. Ich habe weniger Freunde als Finger an meiner Hand. Von ca. 20 vermeindlichen Freunden habe ich mich verabschiedet – das war gut.
    Du sollst verstockt sein? Das glaub ich nicht.
    Lieben Gruß, Kay

  8. 8 paradalis
    4. Oktober 2008 um 05:45

    Liebe Brigitte.

    Du hast das gut beschrieben, danke.
    So ist es. Und ich freue mich sehr auf Euch!
    :-) ))
    Kuss zurück!! Dem einen Tag folgen noch viele, ganz sicher.
    Umärmelung!!
    Heike

  9. 9 paradalis
    4. Oktober 2008 um 05:49

    Lieber Kay.
    Stimmt. Und manchmal ist es eben wirklich an der Zeit, bestehende Freundschaften zu überdenken. Nämlich dann, wenn es immer nur einseitig ist. Nun neige ich ja dazu, meine Bedenken meist nur einmal, höchstens zweimal zu äußern. Hört man mir dann nicht zu oder nimmt sie gar nicht ernst, verliere ich die Lust, mich zu wiederholen.
    Das nennen andere dann „verstockt“.
    Ich nenne es nur: „erkennen, dass es egal ist, ob ich was sage, oder nicht“, oder auch: „ich bin es satt, zu schreien, um mir Gehör verschaffen zu müssen“.

    Übrigens: unser Gespräch über die vielen, unnützen Worte.. ich habe es noch im Kopf, da muss ich unbedingt etwas darüber schreiben.
    :-) )
    Liebe Umarmung auch für dich und ich hoffe, das menschl. + andere, wovon du gestern kurz erzähltest, ist wieder in Ordnung? Bzw. du kommst damit zurecht?

    Liebe Grüße
    Heike

  10. 15. Oktober 2008 um 10:42

    Liebe Heike,

    das Denken „über“ Freundschaft fängt doch meist dort an, wo der Bauch sich meldet mit einem „Hey, da passt was nicht!“ (oder auch mit einem „Boah, was fühl ich mich gut!“)…

    Hat man selbst die Freundschaft „gepflegt“ (hegen und pflegen ist ja durchaus angebracht)? Hat man nicht nur zugehört, sondern auch um Rat gefragt (weil es schön ist auch gebraucht zu werden)? Hat man sich Zeit genommen, etwas zu unternehmen und war es etwas Besonderes (dann reicht z.B. auch sich einmal in 2 Jahren zu sehen)? War man in Gegenwart des anderen entspannt, hat die Minuten oder Stunden genossen und hat man es wirklich gerne gemacht (oder war es vielleicht nur die Pflicht)?

    Lieben Gruß Karin

  11. 11 paradalis
    16. Oktober 2008 um 20:08

    Liebe Karin, schöne dich zu lesen!
    Wie geht es dir?

    Deine Fragen sind nachdenkenswert, danke.

    Liebe Grüße an dich,
    Heike


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