Archiv für November 2008

30
Nov
08

Das Adventbilderbuch

Pah. Ich kann meinen Adventstern auch allein befestigen. Sicher ist es nicht schlecht, wenn man solche Arbeiten den Männern übertragen kann, aber wenn nun mal keiner im Haus ist?
Tja. Dann steigt Frau auf einen wackligen Stuhl, steigt wieder runter, damit sie erst einmal die Sicherungen ausschaltet, könnte ja sein, dass im Lampenkabel Strom ist, steigt wieder auf den wackligen Stuhl, hält sich an der Decke fest, da der Stuhl, wie bereits erwähnt, sehr wacklig ist, schraubt das kleine Ding da auf, womit die Kabel nun mal verschraubt sind, steckt das blaue Kabel zum blauen Kabel, das schwarze zum schwarzen, steigt wieder runter, weil sie merkt, dass der Schraubenzieher SCH**** ist und ein kleinerer angebracht wäre, steigt wieder auf den wackligen Stuhl, steckt erneut das blaue zum blauen und das schwarze zum schwarzen, schraubt die eine Seite des Kabels fest, fällt vom Stuhl, weil- wie erwähnt, der ist wacklig, steigt erneut auf den Stuhl, beginnt wieder zu schrauben und nach einer ganzen Weile hängt endlich dieser Adventstern.
(Frage: ich hoffe, es ist auch richtig so, dass das blaue Kabel zum blauen muss und das schwarze zum schwarzen?? Aber ich denke, anonsten würde der Stern wohl nicht leuchten. Also nachdem ich den Strom wieder eingeschalten habe.)
:-)

adventsstern-1

Und was war da noch? Als dieses blöde Ding endlich hing, habe ich mir ein Dessert gegönnt.

dessert

Ja. So etwas leckeres gibt es bei mir. Das hätte auch ein „LampenbefestigungsMann“ als Dankeschön erhalten.
:-)

29
Nov
08

Hach!! Ich liebe ihn!

Da kann man doch nicht genug bekommen…

27
Nov
08

Und was war heute noch?

heike-271120081

Das verrate ich Euch nicht!
:-)

Aber ein breites Grinsen kann ich mir nicht verkneifen.

27
Nov
08

Weihnachtskitschzeit

amor-richtung-bett3

Wie schön. Endlich ist die Zeit angebrochen, in der man ungestraft den ganzen Kitsch hervor holen kann. Es ist absolut uninteressant, ob das eine zum anderen passt. Geschmack ist nebensächlich.
So steht nun auch oben abgebildeter Typ wieder auf dem alten Schrank und zeigt in Richtung Bett. Vielleicht hilft es ja dieses Jahr.
(Das Witzige an der Sache ist allerdings, dass ich gar nicht auf der Seite schlafe, auf die er zielt. Die ist nämlich unbelegt. Aber vielleicht zielt der ja auch zum Fenster hinaus. Hoffentlich trifft der nicht den einen Nachbarn, den, der keine Ahnung hat, seine zwei kleinen Hunde zu erziehen. Der plappert nämlich pausenlos auf die ein, die reagieren mit Unsicherheit und Nervosität und durch das laute Gebell fühlt sich mein Attila permanent belästigt.)
Im Übrigen: erzählte ich schon, dass ich nachts den Sternenhimmel sehen kann? Nicht zuletzt deshalb habe ich keine Gardinen angebracht. Was soll ich mir den Blick verhängen?
-
Und außerdem habe ich Gespenster. Winzig kleine. Oder was sonst soll das sein, was auf dem Foto hellgrün neben dem Fuß des geschlechtslosen Typen sichtbar geworden ist? Ich schwöre, wenn ich normal hinschaue, ist nichts zu sehen!
Das wird ein kleines „Geistbaby“ sein, sozusagen eine Geistkaulquappe. Oder so. Geister werden nämlich nur sichtbar, wenn man sie fotografiert, bzw. einen Spiegel hinhält. Moment. Ich hole mal eben gerade den großen Wandspiegel…

Schöne Vorweihnachtszeit wünsche ich dann schon mal immer.
Und erzählt mir mal, was Ihr so für Kitsch in Eurer Wohnung habt.
:-)

Und weil ich den so wunderbar finde, hier noch einmal in groß:

amor-auf-boden

19
Nov
08

Es ist soweit.

Ich muss weg.

Ganz dringend. Lieber heute, als morgen. Lieber jetzt, als später.
Sämtliche Vorhaben sind ad acta gelegt.

Mir ist nach einem ganz kitschig/romantischen Seeaufenthalt.

Vielleicht

HIER!!

?
Ein wenig die Illusion der stehengebliebenen Zeit pflegen. Lange Strandspaziergänge machen. Einfach einen Fuß vor den anderen setzen. Nicht auf die Zeit schauen. Ich werde schon wieder am Ausgangspunkt ankommen. Einmal im Kreis gelaufen. Dick eingekuschelt in eine wärmende Jacke, die Fäustlinge angezogen. Einen Schal um den Hals geschlungen.

Es ist soweit.
Ich muss weg.

-

Ach. Wenn ich nur könnte…

16
Nov
08

Der Mensch

ruhesessel

Vor einiger Zeit habe ich mir in der oberen Etage meiner Wohnung eine Oase der Ruhe geschaffen.
Entspannt liege ich, eingekuschelt in die weiche Decke, das Kissen auf den Bauch und die Hände darüber gefaltet, im Sessel. Lese oder mache einfach gar nichts. Dann lausche ich auf meinen Körper, bemerke, wie sich sämtliche Muskeln entspannen und während ich noch darüber nachdenke, warum das nur in dieser Position geschieht, schlafe ich meist ein.

Jetzt allerdings bin ich gedanklich wieder einmal mit dem „Wunder“ Mensch beschäftigt. Nicht zuletzt deshalb:

Auszug aus Oliver Sacks: Der einarmige Pianist:

Die Schriftstellerin, bildende Künstlerin und Gitarristin Christine Leahy hat neben einer ausgeprägten Synästhesie für Buchstaben, Zahlen und Wochentage auch eine – wenn auch weniger spezifische – Farb-Synästhesie für Musik. Ihre Chromästhesie für Buchstaben ist besonders stark; wenn ein Wort beispielsweise mit einem „roten“ Buchstaben beginnt, kann seine „Rotheit“ auf das ganze Wort übergreifen. (Wenn sie auf einen Buchstaben schaut, kann sie sie als vielfarbiges Mosaik sehen, wobei die größeren Farbsteinchen von Wörtern, die kleineren von einzelnen Buchstaben gebildet werden. Diese Chromästhesie steht in keiner Beziehung zur Bedeutung der Wörter oder zur Fähigkeit, sie zu verstehen, sondern hängt allein von der Vertrautheit mit den Buchstaben ab. Die Seite aus einem deutschen Buch hat sie ebenso farbig gesehen, obwohl sie diese Sprache nicht versteht. Doch als ich ihr eine Seite Koreanisch vorlegte, erblickte sie überhaupt keine Farben, bis einige der Buchstaben in ihrer Vorstellung eine gewisse Ähnlichkeit mit englischen annahmen; daraufhin erschienen isolierte Farbpunkte auf der Seite.)
Als ich Christine fragte, wie sich ihre Synästhesie auf ihr Lesen und Schreiben auswirkte, sagte sie, sie sei möglicherweise wegen der Farbenvielfalt der Buchstaben und Wörter eine langsame Leserin, das erlaube ihr aber, sich die Wörter in einer ganz besonderen Weise „auf der Zunge zergehen zu lassen“ – auf eine Weise, die anderen Menschen nicht zugänglich sei. Sie mag bestimmte Wörter wegen ihrer Farbe (Blau und Grün gefallen ihr besonders), und sie glaubt, das könnte sie unberbewusst veranlassen, sie beim Schreiben zu verwenden.

-

Manche Menschen sind wahre Wunder.

Und ich bin ein wenig neidisch, dass ich diese Fähigkeit nicht besitze. Für mich sind die Buchstaben schwarz und das Papier weiß. Vielleicht sollte ich ein Buch drucken lassen, in dem alle Buchstaben eine unterschiedliche Farbe besitzen?
Das deutsche Alphabet hat 26 Buchstaben, also A-Z, und zusätzlich ß, ä, ö, ü. Alle dieser Buchstaben erhielten ihre eigene Farbe.
Doch das ist nicht alles, denn bei Frau Leahy kann es passieren, dass ein besonders dominanter Buchstabe (oben aufgeführt die Farbe rot) auf das ganze Wort übergreift. Dabei ist selbst dieses Übergreifen abhängig von der Vertrautheit.
Es besteht also nicht einmal so etwas wie ein System.

Wie würde so eine Lektüre beim „normalen“ Leser ankommen?
Wäre es überhaupt lesbar?

11
Nov
08

Unverschämtheit

Ich weiß nicht, warum das immer mir passieren muss.

Gerade von der Arbeit gekommen, beschließe ich, ein Bad zu nehmen.
Das mache ich nicht oft, meist springe ich schnell unter die Dusche und sitze danach auch schon wieder am Schreibtisch, um irgendwelchen dienstlichen Kram zu erledigen. Mir fehlt einfach die Zeit, vielmehr, ich nehme sie mir nur selten.
Jedenfalls bin ich gerade dabei mich zu entspannen, als es an der Wohnungstür läutet.
Verärgert steige ich aus der Wanne, werfe ein langes Shirt über und öffne die Tür.
Vor mir steht ein gutaussehender Mann meines Alters.
„Sie entschuldigen, ich habe eine Frage…“

Sofort fällt mir ein, dass meine Haare auf Krawall nach oben gewickelt sind, ich unter dem Shirt nichts trage und man auch meine Rückenansicht sehen kann, wenn ich im Eingangsbereich meiner Wohnung stehe und die Tür geöffnet habe. Dummerweise konnte der lange Flurspiegel aus Platzgründen nur an der einen Wand befestigt werden, die gegenüber der Eingangstür liegt. Prima. Fantastisch. Da steht schon mal ein sympathischer Mann vor meiner Tür und dann so etwas. Das Shirt klebt mit Sicherheit inzwischen am Körper. Ich hätte mich besser abtrocknen sollen. Das kann wirklich nur mir passieren. Die anfangs weit geöffnete Tür wird zum kleinen Spalt, durch den ich schaue. Ich mache eine zustimmende Kopfbewegung und bin darauf gefasst, dass mir gleich ein Prospekt von BOFROST in die Hand gedrückt wird.
Der Mann fasst mit der Hand in seine Jackentasche. Wieder herausgenommen, hält er mir einen Ausweis vor die Nase.
„Polizeioberkommissar N., kennen sie einen Herrn U.?“

Im ersten Moment glaube ich, der will mich verarschen. Der soll bei der Polizei sein? Seine Haare sind mindestens genauso krawallig wie meine, die Lederjacke abgetragen und die Jeans und Pullover sind auch ziemlich unauffällig. Vielleicht muss das so sein, korrigiere ich mich gedanklich. Ein Mann wie jeder andere.

„Nein. Ich wohne erst ein Jahr hier in dieser Wohnung, soll Herr U. hier im Haus wohnen?“ antworte ich.
„Eine Zeitlang hat er das wohl. Wer könnte mir denn da weiterhelfen? Weiß im Haus jemand besser darüber Bescheid? Vielleicht derjenige, der die Betriebskostenabrechnungen verwaltet?“
Kurz überlege ich. Die Wohnungen im Haus haben alle unterschiedliche Vermieter. Auch Eigentumswohnungen sind darunter. Auf den Namen des Verwalters komme ich just in dem Moment natürlich nicht. Das sind wahrscheinlich Alterserscheinungen. Oder die Aufregung. Schließlich klebt mir inzwischen das Shirt am Popo und vor mir steht ein Hüter des Gesetzes. Mit zerstrubbeltem Haar und einem Blick, der aussieht, als käme er gerade aus dem Bett oder vielmehr, als möchte er erneut ins Bett. Herr Oberpolizeikommissar macht mich nervös.

„Ich kann Ihnen lediglich die Anschrift meines Vermieters geben“ antworte ich. „Wenn Sie sich einen Moment gedulden würden? Ich kann Sie allerdings nicht hereinlassen, ich habe einen großen Hund.“ Pflichtbewusst beginnt Attila in diesem Moment grimmig an zu knurren.
„Kein Problem“ antwortet Herr Polizeioberkommissar (oder meinetwegen auch anders herum, also Oberpolizeikommissar) und ich schließe die Tür.

Während ich nach oben eile, in meinen Unterlagen nach der Anschrift und Telefonnummer krame, bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob das auch alles seine Richtigkeit hat. Wer weiß, wer und was dieser Mensch in Wirklichkeit ist. Wie ein Polizeioberkommissar sieht der so gar nicht aus. Überhaupt, wie ist der denn ins Haus gekommen? Hat er nicht vorhin erwähnt, dass hier niemand weiter da ist?
Die Anschrift und Telefonnummer in der Hand, stehe ich wieder vor ihm.

„Darf ich bitte nochmal Ihren Ausweis sehen?“ frage ich.
Er hält ihn mir erneut entgegen, gibt ihn jedoch nicht aus der Hand. Ich bin noch immer nicht so richtig beruhigt. Irgendetwas hat der an sich, was mich beunruhigt. Könnte sein, dass es das breite Grinsen ist, das sich jetzt in seinem Gesicht festsetzt. Entweder hält er mich für leicht hysterisch oder übervorsichtig.
„Vielleicht schreiben Sie sich auch einmal den Namen meines Nachbarn auf. Die Familie wohnt hier schon Ewigkeiten, eventuell wissen die mehr. Jetzt sind sie noch arbeiten, aber später treffen Sie die auf jeden Fall an.“
Der Polizeioberkommissar notiert sich noch die Arbeitsstelle der Nachbarn, nimmt meinen Zettel mit den Informationen zum Vermieter entgegen und bedankt sich.

„Warum suchen Sie überhaupt diesen Herrn?“ frage ich noch.
Natürlich darf er mir das nicht sagen, was für eine dämliche Frage. Und so erhalte ich auch keine Antwort darauf. Die Verabschiedung fällt kurz aus. Das ist schade. Ich hätte gern noch ein wenig mit ihm geplaudert.

Mein gutduftendes Badewasser ist inzwischen kalt, meine nackten Beine blaugefroren und überhaupt habe ich so gar keine Lust mehr untätig in der Badewanne zu liegen.

Viel lieber würde ich jetzt gemeinsam mit Herrn Polizeioberkommissar N. auf Verbrecherjagd gehen.

03
Nov
08

Der Gerechtigkeit geschuldet

… auch etwas für uns Frauen. (Und ganz besonders für Tina, damit sie aufhört zu schmollen!!)

:-)




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Das alte Haus im Herbst

Herbst

Denk-mal. Attila.

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Amor auf der Suche nach der Liebe

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