Archiv für Dezember 2008

31
Dez
08

31.12.2008

Kaum habe ich an diesem Morgen die Augen geöffnet, höre ich ein lautes:
„Hallo! Guten Morgen liebe H., falls wir uns nicht noch einmal sehen, wünschen wir einen Guten Rutsch!“
Am Tonfall erkenne ich die Stimme meiner Nachbarn, die synchron zu mir über den Balkon rufen. Das ist sehr nett von ihnen, allerdings frage ich mich, ob sie irgendwo eine Kamera eingebaut haben.
Ich bedanke mich und denke, jetzt kann ich auch gleich mit dem Hund gehen. Morgens ist es im Wald am schönsten. Außer uns ist niemand unterwegs.
Pustekuchen.
Kaum aus der Haustür, spricht mich der Mann von Gegenüber an.
„Sie sind ja schon zeitig draußen. Als ich noch meinen Hund hatte, war das auch so. Was ist das überhaupt für einer?“
Nun sollte ich dem Leser erläutern, dass ich morgens wirklich nicht sehr dekorativ aussehe. Meist ist mir das gleich, es spricht mich um diese Uhrzeit selten jemand an. Davon ging ich auch heute aus, aber wie bereits erwähnt:
Pustekuchen.
Mir ist es also gar nicht recht, dass ich morgens überhaupt angesehen werde, aber was soll ich machen. Höflichkeitshalber antworte ich auf seine Frage. Ich schiebe die Kapuze ein wenig aus der Stirn und hoffe, dass der Mann nichts von meinem ungeschminkten, verschlafenem Gesicht erkennt. Er allerdings richtet sich auf ein längeres Gespräch ein, der Hund wird ungeduldig.
„Entschuldigen Sie, ich muss aber jetzt weiter, Attila braucht Waldboden unter den Füßen.“
Hundebesitzer unter sich verstehen diese Sprache, denn das bedeutet lediglich, dass er jetzt ganz eilig mal groß muss. Auch mein Gesprächspartner kann es nachvollziehen, und so verabschiedet er sich mit den Worten: „Ich wünsche Ihnen Beiden einen wunderschönen Silvesterabend, guten Rutsch, alles Herzliche fürs Neue Jahr, was haben Sie sich denn vorgenommen?“
Unhöflicherweise überhöre ich die letzte Frage in seinen Wünschen.
Er ist ein Laberheini. Und will von vorn beginnen.
„Auch Ihnen alles Gute! Und eine schöne Feier!“
Mit diesen Worten entferne ich mich von ihm, der Hund an der Leine macht einen Freudensprung. Endlich, denke ich. Jetzt nichts wie in den Wald. Es kann doch nicht sein, dass um diese Zeit so viele Menschen unterwegs sind.
Genau bis zur Ecke kommen wir. Vorn steht die Blumenfrau aus dem kleinen Geschäft.
„Gut, dass ich Sie noch treffe!“ , ruft sie mir zu. „Einen guten Rutsch und bleiben Sie schön gesund!“
„Danke, Ihnen auch!“ , und schon bin ich daran vorbei. Schön gesund soll ich bleiben? Oh Gott. Ich hoffe, ich habe im neuen Jahr nur die Hälfte meiner Migräneanfälle.

Es sind nur noch ein paar Meter bis zum Wald, wir haben es gleich geschafft. Mehr rennend, als gehend, sind wir endlich angekommen.
Und treffen den Jäger.
„Ein sehr dominanter Hund. Sehr dominant.“
Auch diesmal ist das sein Satz. Sein Eingangssatz. Den sagt er immer, wenn er uns sieht. Ich bin ja gespannt, was als nächstes kommt und beschließe, diesmal die Erste zu sein.
„Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch!“ , sage ich.
„Ach ja. Heute ist Silvester.“ , erwidert er und schon im weitergehen flüstert er weiter vor sich hin: „Ein sehr dominanter Hund, sehr dominant…“

Ich glaube, der ist irre.

-

Von da an begegnen wir keiner Menschenseele mehr. Ganz ausgelassen tobt Attila im Wald und ich genieße die Ruhe. Sicher hockt der Jäger flüsternd hinter einem Busch und vielleicht sollte ich im neuen Jahr auch einmal nachschauen, ob er da noch irgendwo sitzt… jetzt jedoch bleibt mir nur Eines:

.

Ich wünsche meiner Familie, meinen Freunden, meinen lieben MitBloggern, meinen treuen, stillen und lauten Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr und alles Liebe für 2009.

Danke für Eure Treue!
:-)
Eine liebe Umärmelung!
Heike

27
Dez
08

Manchmal…

schuhe

… passen die Schuhe, die man trägt.
Manchmal sind sie zu groß.

Manchmal weiß man nicht, wohin die Schritte führen.

-

2009.
Was wird es bringen?

Was meint Ihr?
Was bringt es Euch?
Was wünscht Ihr Euch?

23
Dez
08

Ihr Lieben

weihnachtsgeschenke-081

Ich wünsche meinen Freunden (meiner Familie sowieso, aber da lesen nun mal leider nur einzelne Personen hier mit, IHR seid auf jeden Fall auch gemeint!!) meinen treuen Lesern und allen Neugierigen, die sich immer wieder hierher verirren (Halt! Das sind ja Leser, also treue Leser, na ja, egal, habe ich Euch halt doppelt erwähnt) und all Jene, die sich trauen, hier zu kommentieren und mich somit mit ihrem Feedback bereichern,
EIN WUNDERSCHÖNES WEIHNACHTSFEST!

Ganz viele, liebe Stunden im Kreise der Euch liebgewordenen, viele schöne Geschenke und Freude. Besinnlichkeit und Ruhe.

Ich danke Euch für Eure Worte und auch die vielen Päckchen, die der Postbote noch gebracht hat… und mich somit des öfteren überraschte.
Habt lieben Dank dafür!!

Eine ganz liebe Umarmung!
:-)

22
Dez
08

X für U – 22.12.2008

Ein X für ein U weismachen … oder so ähnlich.
Jedenfalls bin ich der Ansicht, dass ich manchmal richtig kluge Dinge von mir gebe. Und bevor ich sie wieder vergesse oder mein Rechner abstürzt und sie für immer verschwunden sind, vertraue ich sie hier dem server an. Aber bitte- lasst Euch kein X für ein U weismachen.
Oder so ähnlich.
:-)

Die Freude ist in uns selbst.
Und manchmal auch nicht. Und wenn sie in diesen Momenten nicht da ist, dann ruht sie nur. Sie wird wieder zum Vorschein kommen. Wenn es an der Zeit ist.

21
Dez
08

Verse für die Verlassenen

Für Euch. Zur Aufmunterung.

Gisela Steineckert

Liebe geht nur

Komm nicht herein
lass meinen Kühlschrank zu
setz dich wenigstens nicht hin
zieh dich wenigstens nicht aus
leg dich wenigstens nicht in mein Bett
benutz wenigstens nicht mein Parfüm
stiehl mir wenigstens nicht auch noch den Schlaf nach Mitternacht
wärst du doch in der Stunde eures Streites
so elend gewesen
so erbarmungslos dem Einzigen verbunden
nun hat er dich verlassen
wird schon wiederkommen
aber wozu

21
Dez
08

Geschützt: Ich brauche Eure Hilfe! HILFE!

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19
Dez
08

Weihnachtsfeier

Sieben auf einen Streich.
Oder sollte ich besser formulieren: Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen?
Nun- nach vierzehn Jahren Firmenzugehörigkeit bin ich erprobt.
Also werde ich mich eher wie Schneewittchen fühlen. Und das Rapunzel mimen.
Wie immer, also.

Schönes Wochenende Euch.
:-)

14
Dez
08

Wie haben Sie Ihr Wochenende verbracht?

Fragen Sie mich bitte nicht.
Mir schmerzen die Arme, Beine, Hände, der Rücken und die Füße.
Und- es gibt in ganz Chemnitz keine Zuckerstreusel.

-

Also, liebe Freunde, Ihr müsst Euch mit einem Notbehelf zufrieden geben.

platzchen

Nur gut, dass ich zwischendurch auch mal mit dem Hund raus konnte.

131208

-

1312081

-

Und Ihr?
Was habt Ihr so gemacht?
:-)

14
Dez
08

Spruch des Tages

und so verbringt man ein weiteres leben im ewigen eis

erzählt Legenden
und
wirft den Lauschenden ab und an eine brennende Fackel zu.

13
Dez
08

Außer der Zeit. – Selbstgespräche

Es ist nicht leicht, in Worte zu kleiden, was mich bewegt, sobald er mir gegenüber steht. Klar, ich kenne ihn gut, wo er doch schon ewig lange in meiner Nähe ist. Als er hierher zog, war es Winter, oder Sommer oder Herbst oder Frühling?
Denn sehen Sie, so manches Mal verwischt sich die Erinnerung.
Einmal noch hier, ein anderes Mal bereits weg, sie sind einfach nicht zu fassen, diese Erinnerungen. Wie oft bringe ich da was durcheinander? Alternierende Figuren…
Stellen Sie sich vor, ich weiß noch, dass vier Minuten gerade genug waren um zwischen uns einen Kontakt zu schaffen. Vier Minuten Dunkelheit. Wir drückten uns aneinander, bewegten uns gegeneinander. Meine Beine umschlangen seinen Schoß. Mein Becken auf seiner Männlichkeit. Ich hatte die Augen geschlossen und zitterte vor Begierde. Als die Lichter wieder angingen, sahen wir verlegen zur Seite, mit hochrotem Gesicht und zerzausten Haaren. Die Sache ist die, dass ich ihn überredete, weitere vier Minuten das Licht zu löschen und Musik aufzulegen. Danach gingen die Lichter erneut an und unsere Augen waren glasig und der Blick verschwommen. Verwirrung und Spannung noch größer, das Blut pulsierte und die Nerven zitterten. Glauben Sie mir, es war unfassbar, dass er sich später in eine hochnäsige, fast impertinente Studentin aus seinem Institut verliebte. Er war rein närrisch vor Glück. Was ich mir nicht erklären konnte, denn mit dieser Frau holte er sich das Unheil ins Haus. Ständig gab es Zank und Streit, er schien ein völlig anderer Mensch geworden zu sein. Können Sie das verstehen?

Vor drei Jahren hat er sich von ihr getrennt. Stellen Sie sich vor, drei Jahre hat er gebraucht um mich anzurufen…

Die ganze Nacht lang regnete es damals, ich meine in jener Nacht, die vor dem Morgen lag, von dem ich schreiben will.
Die Lichter fielen auf uns und hüllten uns ein wie ein zartgewebtes Spinnennetz und der Nebel verschob den notwendigen Abschied nicht. Es war an der Zeit die Erinnerungen aus dem Nebel ans helle Tageslicht zu bringen. Klar und deutlich vor sich zu sehen und damit abzuschließen. Geben die Beine nach, fällt der Kopf hinterher. Ins Uferlose. Und wer da glaubt, drei Jahre sind eine lange Zeit, irrt. Aber es ging dann doch. Die Maske des Gesichts und standhafte Beine.
Sie war ganz ruhig und innerlich warnte sie sich, dass dieses Gefühl trügerisch sei- diese Gelassenheit angesichts der Sache, die sie vorhatte. Sie überhörte seine Sätze von kunstlosen Andeutungen, sie könnten doch ihre frühere Beziehung wieder aufnehmen. Warum sollte sie dies tun? Jahre lagen dazwischen, Jahre, die selbst die von ihr sorgsam aufbewahrten Fotografien vergilbt hatten. (M)Eine Galionsfigur. (M)Ein Balancierstuhl des Denkens. Es war an der Zeit mit der Erinnerung, diesem Wachtraum des Lebens, abzuschließen.
Wissen Sie, drei Jahre lang lebte sie außer der Zeit.

-
Morgens, wenn ich vom lauten Schnarchen meines Bettgefährten aufwache ist es am Schönsten. Himmelhoch steigt die Sehnsucht zum Auserwählten und zu Tode geliebt fällt man aus allen Wolken.




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Das alte Haus im Herbst

Herbst

Denk-mal. Attila.

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Amor auf der Suche nach der Liebe

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