
Da China ein großes Land ist, und sich der Buddha an der falschen Seite befindet, hält er sich notgedrungen immer noch dort auf. Das bringt mich dazu, heute etwas Wissenswertes über die Schlange zu posten, die in China eine besondere Bedeutung hat. Vermenschlichen wir sie also einfach mal. Die Schlange. Die durchaus auch männlich sein kann.
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„Gott Buddha selbst war es, der jedem Tier als Wahrzeichen mitgegeben hat: Nach der Schöpfung rief er alle Tiere zusammen, um sich mit ihnen über Astrologie zu unterhalten. Aber nur zwölf Tiere hielten es für nötig, zu erscheinen. Da bot Buddha jedem der zwölf Tiere ein Jahr an – als Lohn für die Mühe, die sie der weite Weg gekostet hatte. Jedes Jahr sollte von nun an den Namen eines Tieres tragen, und jedes Tier sollte auf die Ereignisse während seines Jahres Einfluss ausüben können – und damit auf das Schicksal der Menschen, die in dieser Zeit geboren werden. So geschah es. Buddha und die zwölf Tiere kamen überein, diesen Zyklus von zwölf Jahren bis zum Ende der Welt beizuhalten. Jedes Tier sollte im regelmäßigen Turnus – alle zwölf Jahre also – „sein“ Jahr bekommen.

In den christlichen Ländern hat die Schlange einen schlechten Ruf. In den asiatischen Ländern wird sie wegen ihrer Weisheit und ihrem Scharfsinn geehrt und geachtet. Der Schlangenmann ist gefühlsbetont und humorvoll. Die Schlangenfrau macht ihren Weg nicht selten durch diese Schönheit.
Die Schlange ist ein wenig schwatzhaft. Sie denkt viel und tief nach. Sie ist ein Verstandesmensch – oft ein Philosophin, manchmal eine Weise. Sie besitzt einen starken Instinkt, der zu ausgesprochenen hellseherischen Fähigkeiten führen kann. Sie vertraut mehr ihren eigenen Eindrücken und Empfindungen als den Erfahrungen und Ratschlägen anderer Leute. Sie ist sehr entschlossen und selbstbewusst und kann es nicht ertragen, in irgendeiner Situation zu scheitern. Obwohl von Natur aus besonnen, trifft sie ihre Entscheidungen sehr schnell. Die Schlange ist hilfsbereit zu ihren Freunden – nicht mit Geld, sondern mit Rat und Tat. Leider übertreibt sie dabei fast immer und wird leicht besitzergreifend. Sie wickelt den Menschen, die ihr verpflichtet sind, so lange ein, bis sie sich kaum mehr rühren können. Wenn sie liebt, liebt sie mit Hingabe und ist auch noch eifersüchtig, wenn die Liebe längst vorbei ist. Sie klammert sich an ihren Partner, dass ihm überhaupt keine Bewegungsfreiheit mehr bleibt – und das ist oft nur aus einer Laune heraus. Denn die Schlange ist ein „Jäger“ – vor allem der Schlangenmann, der bei Frauen große Chancen hat.“
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