Wie war das also.
Die Vorgeschichte?
Vor einiger Zeit richtete ich mir
einen Fotoblog
ein, auf dem ua. auch die
Kategorie: Menschen
zu finden ist.
Nur – woher nimmt man diese? Bekannte und Freunde ablichten wollte ich nicht. Nein. Die Herausforderung, der ich mich stellte, war, fremde Personen anzusprechen und diese zu fragen, ob sie sich fotografieren und “veröffentlichen” lassen würden.
Habt ihr das schon mal gemacht?
Einfach so auf der Straße wildfremde Menschen anzusprechen? Vielleicht kennt ihr es von euch selbst – zumindest ich lasse mich äußerst ungern fotografieren und hätte mit Sicherheit selbst die freundlichste Frage diesbezüglich abgelehnt.
Ich brauchte wirklich Monate, um mir einen einigermaßen anständigen, überzeugenden Satz zurecht zu basteln, dem man eben nicht widerstehen kann.
Wie das nun genau war?
-
Ich sah Herrn X., den ich schon einige Male genau an derselben Stelle getroffen hatte. Diesmal fühlte ich mich gestärkt und so fasste ich mir ein Herz und sprach ihn an.
“Guten Tag, Sie entschuldigen (i kenn si – nein, Quatsch! *g*), darf ich Sie bitte einmal etwas fragen?”
“Hm. Sie dürfen.”
Dieser fast zwei Meter Mann mit Hut schaute fragend auf mich runter.
“Ich fotografiere Menschen mit einer besonderen Ausstrahlung, und Sie sind mir schon ein paar Mal aufgefallen, ich hätte Sie gern einmal kurz fotografiert.”
“Hm.”
Ich überlegte kurz, wie ich das “Hm” interpretieren sollte und sprach dann einfach hastig weiter.
“Dieses Foto wird dann auf meinem Blog erscheinen, haben Sie eine Email Adresse, da schicke ich Ihnen natürlich gern das Foto und die Verlinkung.”
“Hm.”
Wieder wusste ich nicht so recht, was das bedeutete. Doch Herr X. stellte seine Tasche ab und sich selbst vor eine kleine Hausmauer.
War das nun eine Zusage? Egal.
“Wundern Sie sich nicht”, sagte ich. “Ich werde Sie von unten nach oben fotografieren.”
Er schaute schon ein wenig merkwürdig, als ich so ganz schick gekleidet (in meiner Berufsbekleidung) halb vor ihm auf dem Boden lag.
Danach zeigte ich ihm das Foto, bedankte mich nochmals, er nahm seine Tasche und ging weiter.
Was wird er wohl von mir gedacht haben?
-
Warum ich so begeistert bin?
Ich habe mich überwunden. Und es das erste Mal getan. Hoffentlich wird es das zweite Mal einfacher. Denn ein wenig üben muss ich das Ansprechen wildfremder Menschen für persönliche Belange und der “Von unten nach oben Fotografie” schon noch.
Das Foto selbst?
Gibt es morgen auf dem
Frau van Hanszen´s Fotoblog.
Und jetzt? Seid ihr enttäuscht von der Auflösung? Hattet ihr mehr erwartet?
Und – nicht zu vergessen – ich würde mich über “Nachahmer” sehr freuen!



















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