Archiv für Dezember 2011

31
Dez
11

Es gibt Abende …

Es gibt Abende, da rücke ich meinen Stuhl ganz nah ans Fenster und beobachte die gegenüberliegenden Häuser. Es ist nicht einfach, völlig geräuschlos diese Position einzunehmen und beizubehalten, doch es wäre mir unangenehm, würde ich bemerkt werden.

Manchmal denke ich, ich könnte doch meinem Nachbarn direkt gegenüber einen Besuch abstatten, doch die Vorhänge an seinem Fenster sind zugezogen, sobald die Nacht ihren Anfang nimmt. Immer sind sie zugezogen, wenn die Dunkelheit das Tageslicht vertreibt. Vielleicht sitzt der Mann ebenso am Fenster und schaut zu mir herüber? Ab und an scheint es, als ob sich hinter den Vorhängen etwas bewegt.

In all den Jahren unserer Nachbarschaft traf ich ihn ein einziges Mal. Ich wollte gerade in meinen Wagen steigen, als er aus der Haustür trat. Ich grüßte und formte gedanklich bereits weitere Worte, er jedoch sah mich verschreckt an und eilte zurück in den Hausflur. Hastig klackte die Tür ins Schloss.
Es irritierte mich.
-

Jetzt allerdings glaube ich, ist es an der Zeit.

Ich erhebe mich und gehe zum Schreibpult. Im Schubfach des Möbelstücks liegen ein paar Bögen Briefpapier. Ich hatte sie für einen besonderen Anlass aufbewahrt.  Sanft berühren meine Hände das seidene Papier.

Den Stuhl näher ans Fenster gerückt, den Briefbogen auf der Fensterbank, beginne ich zu schreiben.

Lieber Nachbar.
So viele Tage, Wochen, Monate, Jahre. Lassen Sie uns nicht noch mehr Zeit verschenken.

Die Frau vom Fenster gegenüber.

-

Ihr Lieben. Ich wünsche euch einen wunderschönen Jahreswechsel, danke euch an dieser Stelle wieder einmal für eure Zuneigung, Freundschaft und für alles, was ich mit euch gemeinsam erleben durfte.

Für das neue Jahr wünsche ich euch, dass all eure Wünsche in Erfüllung gehen!

Bis bald!

Ich umarme euch!

Heike

30
Dez
11

Zwischendurch

Aktuelle Bestandsaufnahme. Und außerdem will Attila auch noch einmal grüßen.

Mein Lachen kehrt zurück. Muss an dem netten “Museumswächter/Aufsichtspersonal” liegen, der mich heute den ganzen Nachmittag durch das Museum Gunzenhauser begleitet und unterhalten hat.

Bilder davon gibt es später. Ich schieb das mal aufs Neue Jahr. Es sind so viele …

:-)

.

29
Dez
11

Ich habe dann übrigens mal …

meine Wunschliste erneuert.

Und werde wahrscheinlich eine Übernachtungsmöglichkeit benötigen.

Oder gern auch eine Begleiterin? Einen Begleiter? (Also für die Veranstaltungen meine ich jetzt!)

:-)

29
Dez
11

Beieinandersitzen

Beieinandersitzen
Ein Gedicht von Heinz Kahlau

Einfach beieinandersitzen,
tut mir gut und macht mich froh,
dieses stille Beieinander
war bei keiner andern so.

Ohne Zeichen, ohne Rede
steigen wir aus unsrer Hast,
setzen wir uns hin und schweigen,
halten beieinander Rast.

Jeder ist dann auch der andre,
still und freundlich ist der Blick,
doch dann lächeln wir und springen
in die große Hast zurück.

27
Dez
11

Problem

Problem
Ein Gedicht von Heinz Kahlau

Du bittest mich, ich soll dich kühler küssen.
Nur meinem Blick erlaubst du anzufassen.
Von meinen Händen möchtest du nichts wissen.
Ich soll sie tief in meinen Taschen lassen.

Gelassenheit ist eine schöne Gabe.
Ich fürchte nur, sie wird uns wenig nützen.
Wenn ich die Hände in der Tasche habe,
wie soll ich mich vor deinen Händen schützen?

23
Dez
11

Wunscherfüllung

Weihnachten = Wunscherfüllung?

Manchmal wünschte ich, es gäbe das Christkind wirklich. Oder meinetwegen auch den Weihnachtsmann. Und es würde alles in Erfüllung gehen, was man sich so sehr erhofft. Ok. Vielleicht nicht alles. Ich bin ja nicht unverschämt. Aber einiges davon  - Ja, das wäre wirklich schön.

Und während ich gedanklich auf dieser Bank am Meer sitze, suche ich mir einfach etwas davon aus.

-

Habt ein schönes Fest, Ihr Lieben.

Ich danke Euch für Alles!

Alles Liebe!

-

-

.

Und – so ganz ohne Weihnachtsgeschenk für Euch geht es einfach nicht. Vielleicht gefällt es Euch ebenso gut wie mir.  Ich möchte Euch einfach an meinen positiven Gefühlen, die sich beständig einstellen, wenn ich nachfolgendes Gedicht lese, teilhaben lassen. Irgendwie hat es etwas Tröstliches für mich.  Vielleicht wegen der Löcher, die laut Ringelnatz das Wichtigste am Sieb sind. Oder vielleicht wegen der Worte:

“Alles, was lange währt, ist leise.”

?

Ich weiß es nicht.

Aber immer, wenn jemand zu mir sagte: “Ich habe dich so lieb”, führte ich es fort:

“Ich würde dir ohne Bedenken

eine Kachel aus meinem Ofen schenken.”

:-)

Es ist mein Lieblingsgedicht von Joachim Ringelnatz.

Bitteschön:

-

Ich habe dich so lieb

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen
Schenken.

Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei – verjährt –
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen.
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb.

Ich habe dich so lieb.

22
Dez
11

Hirn und Herz

Immer
wenn Hirn und Herz
verrückt
spielen
zieht

es mich ans Meer.

Ich liebe die Weite des Wassers. Den stürmischen, unbezwingbaren Wind.

Das Salz des Meeres vermischt sich mit den Tränen, die der Wind aus den Augen perlen lässt. Kleine Rinnsale trocknen auf meinen Wangen.

Immer wenn Hirn und Herz verrückt spielen, zieht es mich ans Meer.

.

16
Dez
11

Zu Papier gebracht.

Oder sollte ich viel eher sagen: auf den Bildschirm?
Wie auch immer, ich möchte euch, die ihr in den vergangenen Wochen an mich gedacht habt, daran teilhaben lassen.
Euch auf diese Art und Weise dafür danken.

Es war ersichtlich, dass der Monat Dezember für mich nicht einfach wird, es begann bereits Mitte November, als ich mir meiner – wie sagte Herr Wortman so schön: “Sinnkrise” – bewusst wurde. Anfangs versuchte ich noch, mich von ihr zu befreien, dann gab ich mich ihr hin.
Die nächste Zeit verbrachte ich neben meinem Job fast ausschließlich mit Lesen, Denken, Stöbern in alten Beiträgen und Bildern. Ich wollte den Zeitpunkt herausfinden, an dem sich die Melancholie in meine Augen grub. Ich fand diesen Zeitpunkt nicht, zumindest nicht hier auf dem Blog. Es muss irgendwann früher gewesen sein, vielleicht mit dem Tod meiner Großmutter, vielleicht später, vielleicht, als ich um die Gesundheit/das Leben meiner Tochter kämpfte, nächtelang den Befund an sämtliche renommierte Universitätskliniken schickte, nach Wien, Berlin, Münster und in die Schweiz reiste, immer die Sorge im Gepäck.

Ich weiß es nicht. Mir wurde nur klar, dass ich etwas Grundsätzliches ändern musste.

-

Das Internet ist hilfreich, aber auch heimtückisch. Man verbringt zuviel Zeit in der Virtualität, man nutzt das Internet, um sich aus dem aktiven Leben und Erleben zurückzuziehen. Es ist bequem, am PC zu sitzen, zu schauen, zu schreiben, zu fühlen. Man muss sich ja nicht einmal aufhübschen, es stört niemanden, sitzt man mit Wohlfühlklamotten davor. Man kann sich sogar noch darüber lustig machen und unterhalten.

Ich meine damit auch nicht nur Blogaktivitäten, es gibt so vielfältige andere Foren, in denen man tätig sein kann, angefangen von Literaturforen, bis hin zu Fotocommunitys.  Natürlich dient das den eigenen Interessen, man ist ja an seinen Hobbys interessiert. Nur finden diese Hobbys eben im Internet statt.

Von Facebook möchte ich gar nicht schreiben, der Beliebigkeit sind dort Tür und Tor geöffnet. Facebook war auch die erste Internetplattform, von der ich mich löste. Danach folgten diverse Literaturforen. Ich meldete mich einfach ab. Und soll ich euch mal etwas sagen? Es krähte kein Hahn nach mir. Beliebigkeit.

Das Dasein im Internet kann sogar soweit gehen, dass man eine Sozialphobie entwickelt. Ich bin dankbar, dass ich mich zumindest im Rahmen meines Jobs noch in der Öffentlichkeit bewegen musste.

Ich überlegte, wann ich begann, nicht mehr auszugehen, keinen Wert mehr auf Komplimente zu legen. Am liebsten mit Basecap und hochgezogenem Jackenkragen, Attila an der Leine, einsam im Wald spazieren ging. Klar, die Kamera. Eine perfekte Begründung, mich hinter ihr zu verstecken, mich einmal mehr abzuschirmen. Ich versuchte mich zu erinnern, wann ich das letzte Mal in einem Cafè saß und die Menschen um mich herum ertragen konnte, bzw. keine Panikanfälle bekam.
Eine Zeitlang gelang es mir, mit meinem Partner an der Seite. Doch das waren zu wenige reale Momente, um daraus die Kraft zu schöpfen, es auch allein bewältigen zu können. Und ich war nicht mutig genug, diesen einen entscheidenden Schritt zu gehen. Die Beziehung aus der Virtualität, die einzige Möglichkeit, die wir im Endeffekt aufgrund der Umstände leben konnten,  in die Realität zu bringen. Ich hatte keinen Mut, mein gewohntes Umfeld zu verlassen, so sehr ich mir auch immer ein Leben am Meer, mit einem Mann an meiner Seite, wünschte.

Letztendlich kann die Kraft nur aus mir selbst kommen.

Klar, so Veranstaltungen wie das Bloggertreffen. Die gab es auch. Es bereitete mir Freude, alles vorzubereiten und zu sehen, wie sich meine Gäste wohlfühlten. Nur – wer mich an diesem Abend erlebt hat – ich flitzte hin und her, nahm mir für niemanden Zeit. Meine Gäste hätten sich nicht unwohler gefühlt, hätte ich mich etwas weniger um Speisen und Getränke gekümmert, sondern mir mehr Zeit für sie genommen. Gespräche geführt. Nicht nur ein paar Minuten, sondern eben auch länger. Ich hatte das Empfinden, dass die Party einem schnellen Flügelschlag glich. Sie war vorbei, bevor sie überhaupt begann. Euch, die ich gern näher kennengelernt hätte, ihr wart so schnell ab- wie angereist. Tragt es mir nicht nach, ich war noch nicht soweit für diese Erkenntnis.
Vielleicht möchte ich deshalb – sofern noch Interesse daran besteht – die Veranstaltung im Juni 2012 lockerer gestalten.

Ich möchte gern Zeit finden. Zum Lachen und Feiern. Zum Genießen. Ich möchte real in den Arm genommen werden. Nähe spüren. Menschliche Nähe.

Ich möchte wieder Komplimente erhalten. Von realen Menschen. Ich möchte nicht misstrauisch hinterfragen, welche Intention hinter einem Kompliment steht. Es annehmen und mich darüber freuen. Ich möchte auch wieder Streitgespräche führen können, ohne dass für mich die Welt zusammenbricht und ich mich daraufhin enttäuscht ins Internet begebe, in der Absicht, mich abzulenken. Wann begann ich eigentlich damit, den Menschen so grundlegend zu misstrauen? Bitte, ich betone es nochmals, ich meine damit nicht euch, die ihr hier so oft an mich denkt und für mich da seid.
!

Natürlich vergesse ich nicht das Gute, das eben das Internet auch bietet. Angefangen bei den Möglichkeiten zur Recherche der Erkrankung meiner Tochter, weitergehend bis zur Inspiration, die ich so oft erhalten habe. Ich habe nicht zuletzt durch das Internet den Weg gefunden, den ich jetzt einschlagen werde.

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Blog hier schließe. Aber es ist auch eine Geschichte. Es ist Entwicklung, Inspiration, Erleben. Und ich habe nicht zuletzt durch diesen Blog liebe Menschen kennengelernt. Menschen, die ich nicht missen möchte. Euch also.
:-)
Deshalb lasse ich diesen Blog so wie er ist. Mit all den Emotionen, Geschichten, Bildern. Ich möchte nach wie vor dieses Bloggertreffen im Juni organisieren, werde dazu auch auf diesem Blog informieren.

Natürlich werde ich auch weiterhin auf eure Blogs schauen, sehen, wie es euch geht. Wenngleich die vergangene Zeit gezeigt hat, dass mir letztendlich der persönliche Kontakt viel mehr gibt. Selbst wenn es nur seltene Mails oder Telefonate sind.
Aber ich werde nicht mehr detailreich berichten, wie mein Leben verläuft, ich werde nicht mehr berichten, wenn mir eine besonders schöne Schokoladenkreation gelungen ist. Im Endeffekt ist es uninteressant, wenn ich das in die Welt hinausschreie. Allerhöchstens für einen Moment, einen Moment der Freude. Der virtuellen Freude.

Der Weg, den ich gehen möchte, wird ein anderer sein.
Die Kamera, auf die ich so lange spare, wird natürlich mein Begleiter sein, und natürlich ist mir bewusst, dass ich damit einen letzten Schutz zwischen mich und meiner Umwelt stelle. Aber ich bin immerhin so weit, dass ich keine Käfer mehr fotografieren möchte, mich nicht mehr zu ihnen verkriechen werde.

Sobald die Kamera gekauft ist – ich habe mich auch bereits endgültig entschieden – es wird eine canon 60 D (ev. eine 7D) werden, bitte ich einen befreundeten Fotografen, mich mit sich “herumzuschleppen”. Neben diesem praktischen Wissen werde ich mich intensiv der Theorie widmen. Nicht mehr, um einsam im Wald auf einen Vogel oder ein besonders interessantes Insekt zu warten. Ich möchte Menschen. Ich möchte mich mit ihnen wieder unterhalten. Thematiken. Keine Studioaufnahmen, sondern Menschen in unterschiedlichen Situationen.
Ich muss oft an die beiden alten Damen denken, erinnert ihr euch? Warum knüpfte ich da eigentlich nie an? Ich sollte doch in der Lage sein, mit einer guten Kamera auch Menschen abzulichten? Ich möchte auf “Zwillingstreffen”, von diesen Veranstaltungen habe ich schon soviel gehört. Ich möchte eine Ausstellung. Ich möchte keine Angst mehr haben, auf dieser Ausstellung zu stehen und Fragen zu beantworten.

Ich freue mich auf diese Aufgabe. Auf diese Herausforderung.

-

Ich möchte euch danken. Für die Zeit, die ihr mir geschenkt habt. Für eure Anteilnahme. Eure Motivation.
Und ich hoffe und wünsche, dass die menschlichen Beziehungen, die sich entwickelt haben, Bestand haben, auch wenn ich mich nun weniger im Internet bewegen werde. Ich hoffe, dass ihr versteht, wenn ich es realer haben möchte.
Es ist der einzige Weg, wie ich mich der Melancholie in meinen Augen entledigen kann.

Passt auf euch auf.

Ich trage euch in meinem Herzen.

13
Dez
11

Lebenszeichen

Lebenszeichen

und ein großes Dankeschön! für Eure Grüße und Wünsche.

Ich bin zwar noch immer nicht zurück, aber ein Lebenszeichen möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Alles Liebe weiterhin!

Ich hoffe, es geht Euch gut!

.
07
Dez
11

Bis dann!

Ich wünsche an dieser Stelle eine schöne Vorweihnachtszeit, ein fabelhaftes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

Habt es gut. Wir lesen uns sicher 2012 wieder.

Liebe Grüße!

.




Mein Fine Art Shop

Süße Verführung.

Frau van Hanszen´s Fotoblog

Bloggertreffen 2012 in Chemnitz

 

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