
Gemütliches Zuhause
Er: „Weißt du, ein Mann muss sich auch einfach mal fünf Minuten irgendwohin setzen können.“
Sie: „Aber wenn man sich doch die Füße an irgendetwas stößt, muss man das umstellen.“
Er: „Man könnte es auch einfach nur praktisch einrichten!“
Sie: „Dann sieht es aber doch nicht schön aus!“
Pause.
Frau verfällt in ein lautes Schweigen.
Er: „Zum Teil kann das Umräumen ja auch manchmal ganz spannend sein.“
Sie: „Ach? Auf einmal doch? Wie soll man das nun noch ernst nehmen.“
Er: „Das war ja jetzt auch mehr ein Zugeständnis.“
Sie: „Also wie nun, soll ich dir jetzt sagen, wie ich es gern umgestellt hätte oder nicht?“
Pause.
Mann schweigt und wäre am liebsten unsichtbar. Da Frau ihn immer noch vorwurfsvoll betrachtet, spricht er schließlich weiter.
Er: “Weißt du, ein Mann muss sich auch einfach mal fünf Minuten irgendwohin setzen können. Erst recht, wenn es gerade gut so ist, wie es ist.“
—-
Fazit: Der Mann macht es sich gemütlich. Frau interpretiert daraus, dass er sich langweilt und beginnt umzuräumen.
Wenn man das Ganze jetzt mal als Metapher für das Zusammenleben von Frau und Mann betrachtet, hilft das schon ganz schön weiter.
Frau möchte Beziehungsarbeit leisten um einfach alles perfekt und vollkommen zu haben, übersieht dabei, dass es das für den Mann schon längst ist.
Und so erscheint vor Augen des Mannes das Bild einer nörgeligen, unzufriedenen Frau, die in einer Wohnung ständig am Umstellen ist, obwohl es doch gut so ist, wie es eben ist.
-
Was mich dabei wirklich erschreckte?
Gerade erst hatte ich wieder die riesige Zimmerpflanze in meinem Wohnzimmer von der rechten Seite auf die linke geräumt, das Schränkchen mit dem Plattenspieler verstellt und den Sessel verrückt … obwohl ich doch kurz zuvor erst alles so hingerückt hatte.
Tja. Manchmal liegen die Metaphern näher als man glaubt.

























































Neueste Kommentare