Klingt die Titelzeile so, als ob Attila in den Topf sollte?

Nein. Fragt mich nicht, wohin der gestrige fünfte Fastentag verschwunden ist. Er war weg. Einfach weg.
Begonnen hat es mit dem Termin in der Tierklinik.
Attila bekommt seit einiger Zeit in der Leistengegend undefinierbare große Beulen, die schon mal die Größe eines Pfirsichs erreichen, aber auch plötzlich wieder verschwinden. Natürlich sorgte ich mich ziemlich und vereinbarte einen Ultraschalltermin in der Tierklinik, dachte ich doch an einen Leistenbruch oder Schlimmeres. Da ich meinen dreijährigen Rüden noch nie einer grundlegenden Untersuchung unterzogen hatte, sollte gleich eine umfassende Blutuntersuchung mitgemacht werden. Auch seine jährliche Impfung war an der Reihe.
Obwohl ich mich bemühte, äußerst ruhig und gelassen zu sein, war natürlich der Tagesablauf anders als sonst, und Attila dementsprechend aufgeregt.
In der Klinik angekommen, sollte er auf die Waage. Prima. Alles was er nicht kennt, beäugt er argwöhnisch und so war auch das bereits eine Strapaze. 34,30 kg war das abzulesende Resultat, als er für einen Moment stillstand.
Das Fieberthermometer ertrug er sehr ungern und als es dann an die Blutentnahme ging, war schon viel Überredungskunst notwendig.
Attila brauchte eine Pause, schließlich sollte ihm anschließend der Bauch geschoren werden.

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(Das Halti ist bei solchen Besuchen übrigens notwendig und keine Tierquälerei.)
Zurück im Sprechzimmer legten die Schwester und ich meinen Hund auf die Ultraschalltisch. Er wurde geschoren und nach anfänglichem Zappeln und wehleidigen Geräuschen (er wollte nur von uns drei Frauen ein wenig bemitleidet werden) schien er das merkwürdigerweise sogar zu genießen. Dann drehten wir ihn auf den Rücken und die ca. 30 min Untersuchung begann. Sehr intensiv schaute sich die Tierärztin sämtliche Organe an, besonderes Augenmerk legte sie dabei auch auf die Bauchdecke. Für alle, die es interessiert – bei einem Leistenbruch ist der durchgängige weiße Strich auf dem Bild unterbrochen, und die Organe können in dieses Loch rutschen und beschädigt werden.
Nun, bei Attila war alles in Ordnung, so die Auskunft der Tierärztin. Woher aber diese undefinierbaren Beulen?
Attila auf dem Tisch begann inzwischen in dieser ungemütlichen Lage zu schnurren wie ein Kätzchen. Ich hielt mit einer Hand die Vorderbeine und streichelte mit der anderen seinen immer länger werdenden Hals, die Schwester hielt die Hinterbeine. Die Berührung des Ultraschallgerätes am nackten Bäuchlein schien ihm zu gefallen.
Allerdings wurde es so langsam anstrengend. Habt ihr schon mal einen 35 kg Hund mehr als 30 min angestrengt gehalten? Und das, nachdem ihr bereits den fünften Tag ohne Nahrung gewesen seid?
Irgendwann war die Untersuchung vorbei, Attila konnte vom Tisch und zurück ins Sprechzimmer.
Aber die Beulen? Was war es nun?
Natürlich kam die Ärztin dahinter. (Übrigens eine äußerst nette, einfühlsame Tierärztin, die einen sehr kompetenten Eindruck machte.)
Bei Rüden befinden sich neben den Hoden Drüsen. Diese Drüsen können zu einer enormen Größe anschwellen. Besonders bei Hunden mit viel Testosteron ist dies der Fall. Das ist nicht weiter schlimm und muss man auch nicht behandeln. Sein Blut ist in Ordnung, der Hund kerngesund. (Der Schilddrüsenbefund wird mir in ca. 14 Tagen zugeschickt.)
Was war ich froh!
Nun musste Attila lediglich noch seine Impfung über sich ergehen lassen, dann konnten wir nach knapp drei Stunden die Klinik verlassen.
(Nach den Kosten fragt mich bitte nicht!)

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Wieder zuhause trank ich schnell einen Tee und machte mich auf den Weg zu meinen Außendienstterminen.
Ich weiß nicht, wo der Tag hin war, denn als ich gegen 17.00 Uhr zurück kam, schaute ich irgendwie das erste Mal auf die Uhr.
Ziemlich geschwächt hatte ich bereits unterwegs das Gefühl gehabt, ich sollte mir eine Gemüsesuppe kochen, um wieder zu Kräften zu kommen. Tapfer lief ich also beim Bäcker vorbei, ignorierte sämtliche “halbe Hühnchen im Angebot” Schilder, ging schnell zur Gemüseabteilung, schaute sehnsuchtsvoll zu Pilzen und Zucchini, kaufte drei Möhren, einen Kohlrabi und Petersilie. Ich freute mich auf eine schöne Gemüsesuppe.
Tja.
Was soll ich sagen.
Es war ein Reinfall. Im Topf sah es alles sehr gut aus,

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der Geruch durchzog die Wohnung, ich war richtig gierig darauf, das Gemüse abzuseihen und das Gemüsewasser zu genießen, ich musste alles wegkippen.
Es ist erstaunlich, wie wichtig Salz ist!
Ohne Salz schmeckt alles furchtbar, ja, es ist sogar ungenießbar.
Natürlich kann man mit Kräutern würzen, doch da kenne ich mich zu wenig aus.
Der Tag war also endgültig gelaufen. Ich roch noch ein wenig am garen Gemüse, kämpfte mit meinem Schweinehund und warf das Ganze schließlich weg.
Dann kochte ich mir einen Tee, nahm die Wärmeflasche und versuchte irgendwie abzuschalten. Schwierig, wenn auf dem Schreibtisch noch jede Menge Arbeit wartet. Aber auch die erledigte ich noch und ging schließlich irgendwann geschafft, aber glücklich, ins Bett.
Ja.
Ich bin stolz auf mich.
Alles geschafft, sämtlichen Verlockungen widerstanden und heute morgen bin ich bereits wieder ziemlich unternehmungslustig und freue mich jetzt auf meine Hunderunde.
Allen einen schönen Tag und herzliche Grüße!
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