Saris Wochenthema lautet diesmal: Freundschaft.
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Nachdem die Mollenbaum vor lauter Kummer über den Einbruch in ihrer Wohnung zumindest ein wenig hinweggekommen war, überlegte sie in aller Ruhe, wer es denn gewesen sein könnte.
Einbruchsspuren waren keine vorhanden.
Das war ärgerlich, denn deshalb könnte sich die Regulierung des Schadens durch ihre Hausratversicherung schwierig gestalten. Frau Edelgart hatte zwar Anzeige bei der Polizei erstattet, diese machten ihr jedoch wenig Hoffnung, den Täter ausfindig zu machen.
Schlau wie er war, hatte er die Sparkasse mit einer gefälschten Vollmacht betreten, nur deshalb konnte er das Sparbuch in aller Ruhe leerräumen.
Nun saß sie also da, die Frau Mollenbaum, und sinnierte vor sich hin.
‘Was ist eigentlich passiert?’, fragte sie sich. ‘Wo sind denn meine Freunde hin? Früher hatte ich doch so viele Freunde, die könnten mir jetzt helfend zur Seite stehen? Aber wo sind sie nur?’
Edelgart Mollenbaum hatte völlig vergessen, dass sie inzwischen wirklich nicht mehr die Jüngste und bei verschiedenen Gelegenheiten dabei gewesen war, als ihre Freunde zu Grabe getragen wurden. Sie hätte liebend gern den Täter in Eigenregie dingfest gemacht. Nur ohne Freund, dem sie vertrauen konnte, war das eine Sache der Unmöglichkeit.
Und so machte sich Frau Mollenbaum auf den Weg, in der Absicht, sich neue Freunde zu suchen.
Sie lief die ganze Stadt ab. Alle Menschen waren mit sich beschäftigt. Ab und an streifte sie ein Blick, manchmal erhielt sie auf ihre freundliche Anfrage: ‘willst du vielleicht mein Freund sein?’ ein kleines Lächeln, aber Zeit, sich intensiver mit Frau Mollenbaums Anliegen zu beschäftigen, hatte niemand.
Traurig setzte sich Frau Mollenbaum schließlich wieder in ihre Wohnung. Die Tränen standen ihr in den Augen. Warum nur wollte niemand ihr Freund sein?
Schließlich näherte sich Frau Mollenbaum der Hund Alibaba. Er war ein Streuner und viele hatten Angst vor ihm. Frau Mollenbaum allerdings fürchtete sich noch nie vor diesem großen braunen Hund. Manchmal ließ sie sogar ihre Wohnungstür geöffnet, damit der Hund herein konnte.
Alibaba beschnupperte Frau Edelgart und ließ sich schließlich neben ihr nieder. ‘Ich bin gern dein Freund’, sprachen seine Augen. ‘Wenn du es zulässt und nicht wie alle anderen Menschen Angst vor mir hast, werde ich mit dir den gemeinen Halunken fangen!’
Erst verstand Frau Mollenbaum nicht, was der Hund ihr sagen wollte. Als Alibaba sie jedoch ganz sachte anstupste, wusste sie plötzlich, dass sie ihm vertrauen konnte.
Eine Weile blieben sie so sitzen, dann nahm der Hund Frau Mollenbaums Bein fast zärtlich in die Schnauze und lief mit ihr in Richtung Steinbruch. (Natürlich nicht, um die Mollenbaum dort hinzulegen!!)
‘Sicher’, so dachte Edelgart, ‘weiß der Hund genau, was er tut und der Dieb hält sich im alten Steinbruch versteckt … ‘























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