Archiv für Juni 2009

20
Jun
09

Steine

Mir war bisher gar nicht so richtig klar, wie wunderschön und interessant doch Steine sind.

Es ist nicht so, dass ich keinen Blick dafür habe, wenn ich bspw. am Meer bin. Ständig bin ich auf der Suche nach glatten, weißen Steinen und Hühnergöttern. Und- wie ich an anderer Stelle schon bemerkte – finde ich schon ab und an auch einen sogenannten Donnerkeil.
Heute Vormittag allerdings besuchte ich mit meiner Ma eine Mineralienausstellung in der Bergstadt Freiberg. Erstaunlich, was die Natur zustande bringt. Was unter der unauffälligen Oberfläche eines Steines alles zum Vorschein kommen kann. Und so glaube ich, dass ich zukünftig nicht nur am Meer Steine sammeln werde. Doch schaut selbst.
🙂

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… und natürlich musste ich zumindest einen Ammonit mit nachhause nehmen und ihn zu den anderen Steinen stellen.
🙂

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14
Jun
09

Andere Einblicke

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So sah das Dach im Februar diesen Jahres aus. Inzwischen ist es noch mehr eingefallen und die Gartenbesitzer fürchten, dass ihnen das Gebäude irgendwann mal auf den Kopf fällt.

Aktuelle Aufnahmen:

Dach 14.06.2009

Dach 14.06.2009

 

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04
Jun
09

Pulsschläge – 16 –

Schalten wir doch einfach alles Soziale ab. Treffen wir uns nur noch zur Lustbefriedigung.
„Guten Tag. Eine eilige Ejakulation bitte.“
Am besten zwischen zwei Whiskey Cobbler und dem Honeymoon. Und wenn die Sterne günstig stehen, ejakulieren sie möglicherweise sogar ein zweites Mal.
„Hallo? Haben sie heute schon ihr Hor®oskop studiert?“
Wenn sie zweimal still halten, gehört der Diamant aus dem Geschäft der 5th Avenue ihnen und wollen sie vielleicht danach noch zu Balducci`s?

Ist das die Entwicklung, die wir nehmen werden? Noch empfinden wir nicht so. Und doch. Wie viel erspart man sich? Ging es uns gefangen im eigenen Ich nicht besser? Wie leicht scheint es, sich das einzureden. Wie einfach ist es doch zu versteinern. Was tragen wir heute nicht wieder für eine tolle Maske! Und bitte, wir wollen doch mal nicht daran rühren! Nähe? Die haben wir doch noch nie benötigt! Natürlich nicht. Selbst als Kind verzichteten wir maulig darauf. Gebrachte Geschenke wurden genommen und Zärtlichkeiten unter dem Mantel der Scham abgelehnt.
„Liebling? Würdest du bitte ‚Danke!‘ sagen und der Tante einen Kuss geben?“
Klein Liebling packt das Geschenk und verschwindet im Nebenzimmer.
Die Erwachsenen? Am besten handhaben wir es doch auf die banale Art.
„Sie hätten gern mal wieder Sex?“
„Gern, ein neuer Wagen käme mir gerade recht.“
Doch was ist mit der Einsamkeit? Wie viele Kostbarkeiten sind nötig um sie zu ersticken? Jene Einsamkeit, die uns einholt, so sehr wir uns auch dagegen wehren. Die Einsamkeit, die nach uns greift und uns den Schlaf raubt. Einsamkeit, die sich auch mit Arbeit nicht betäuben lässt.
Mein Schneckenhaus ist greifbar nah. Es hat mir schon gute Dienste geleistet. Dort bin ich sicher. Und am Fenster ein Kaktus.

Der wider Erwarten blüht und junge Triebe bringt.

– Ende –

03
Jun
09

Pulsschläge – 15 –

Meinen eigenen Schweiß riechend, erwache ich.
Mücken überfallen mich, obwohl ich doch stets darauf achte, das Licht bei offenem Fenster gelöscht zu halten. Vergangene Nacht müssen sie sich eingeschlichen haben. Mein ganzer Körper ist von Stichen übersät und juckt unerträglich. Meine Fingernägel verletzen die Haut und hinterlassen blutige Striemen. Ich werde meine Nägel kontrollieren müssen. Gut, dass ich meine Kleidung nicht ablege und die Wunden verborgen bleiben. Was will das Ungeziefer nur? Mein Blut? Ich schlage wiederholt auf mich ein, um die saugende Mücke auf meiner Wange zu töten. Erfolgreich. Wieder ein Weibchen erschlagen. Eine ruhestörende Sirene weniger. Was bleibt ist ein blutiges Etwas mit herausragenden, filigranen schwarzen Gliedern. Ich wische dieses Etwas achtlos aus meinem Gesicht. Die Mücke ist tot, verwischt und dennoch nicht verschwunden.

Vielleicht wollen diese Blutsauger meine Gedanken? Und was ist mit den Gefühlen? Wieder einmal bewegen sich Alles im Kreis und ich überlege, ob es nicht besser wäre, ganz abzuschalten. Einmal durchschütteln bitte. Gut durchgeschüttelt wird es zum Einheitsbrei. Im Shaker mit gecrashtem Eis. Wir wollen doch immer schön cool bleiben… als Garnitur wahlweise eine schöne lange Selleriestange oder doch lieber eine knackige Cocktailkirsche? Oder hätten sie es gern flambiert? Und nicht vergessen, den Schalter umzulegen.
Noch bin ich voller Sehnsucht nach seinen Händen. Ich vermisse seinen Rücken, der sich mir voller Zuneigung entgegenstreckt und sich ungeduldig bewegt, sobald meine Hand nicht mehr auf seiner Haut ruht. Sein Blick, der bis in mein Innerstes dringt. Er saß mir gegenüber, der Blick leer und ausgebrannt. Seine Augen wirkten unheimlich müde.
„Es war so schön hier mit dir und nun wird wieder alles so still…“
Wann sagte er es liebevoll? Schwang in seiner Stimme bei ihrem letzten Treffen nicht auch Wut mit? Da war doch noch etwas. Nennen wir es Freude am Leben. Intensive Gefühle? Wann hörten wir zuletzt Musik und gaben uns ihr hin?

Wie gern wäre ich am See.

– Fortsetzung folgt –

01
Jun
09

Pulsschläge – 14 –

Eine umgestürzte Tanne erschwert zusätzlich das Vorwärtskommen.
Die Spitze der Tanne bewegt sich und als sie genauer hinsieht, erblickt sie zwei kopulierende Ratten, die sich einen Weg durch grüne Nadeln bahnen. Nun muss erwähnt werden, dass Frau Christine Tochterhagen erst kürzlich eine mehr als unangenehme Begegnung mit gerade eben diesen Tieren hinter sich gebracht hatte. Nicht verwunderlich also, dass sie versteinert, als sie zwei besonders ausgeprägte, riesige Tiere erblickt. Zu allem Überfluss starren vier rote Augen in Christines Gesicht, während die dazugehörigen Körper weiter der Vermehrung nachgehen. Ratten sind ca. vierundzwanzig Tage schwanger. Danach werfen sie acht bis zwölf Rattenwelpen, die nach vier bis sechs Wochen geschlechtsreif sind. Fände sie also keinen Weg aus dem Dickicht, wäre sie binnen kürzester Zeit von Ratten umzingelt.
Ihre Panik verstärkt sich. Gern hätte sie den Vogel begraben, hätte ihn in das Waldstück gebracht. Sie kann ihn doch nicht einfach so liegen lassen. Doch da waren die Ratten. Wann würden sie sich ans Tageslicht kopulieren? Christine läuft weiter, findet eine passende Stelle und begräbt den Vogel. Sie verspürt wenig Lust, wieder in die Nähe von Manfred zu gelangen. Ihre Schritte sind schleppend, als sie den Wald verlässt. Schon von weitem sieht sie Manfreds kahl werdenden Kopf, der aus dem Fenster hängt. Entweder er isst, oder er beobachtet seine Umwelt. Noch immer ist seine schwammige Gestalt im Unterhemd. Was würde geschehen, stürzte Manfred einfach so aus dem Fenster eines zwölfstöckigen Wohnblocks? Würde er es überleben? Er läge auf dem Boden, das Unterhemd blutig und sicher wäre er tot. Tot wie der Vogel, den sie eben beerdigte.
Christine malt sich Manfreds Begräbnis aus und währenddessen biegt der Leichenwagen in die Straße ein.
Ebold, der Fahrer, winkt ihr wie immer freundlich zu. Stets ist er gut gelaunt, trotz der toten Fracht, die hinter seinem Rücken liegt. Würde es eigentlich auffallen, wenn er zu der transportierenden Leiche eine Leiche zusätzlich deponieren würde? Natürlich müsste es eine Feuerbestattung sein, zu der er seine Fracht bringt. Aber auch das ist heutzutage nicht mehr ganz so einfach. Hörte sie nicht neulich erst von einer Frau, die wochenlang im Kühlhaus lag, bevor sie bestattet wurde? Frau Christine Tochterhagen allerdings ist sich sicher, dass auch Manfred einmal von Ebold transportiert wird.

– Fortsetzung folgt –




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