04
Sep
09

Bangkok – 7 –

Frisch geduscht saßen wir also kurze Zeit später erneut an der Anlegestelle und beschlossen,
endlich S.´s bevorzugten Massagetempel zu besuchen. Irgendwie war das nicht mein Tag, denn ich stellte mir bildhaft vor, wie die armen Frauen verschwitzte Touristenrücken massieren mussten und dabei immer nett und freundlich sein sollten … natürlich machen sie das nicht umsonst und sind dankbar, wenn das „Geschäft“ gut läuft.
Und so fuhren wir erst wieder mit dem Boot, dann mit der S – Bahn, liefen erneut an Verkaufsständen vorbei und betraten schließlich ein sehr sauberes, steriles Gebäude. Dort fotografierte ich nicht. Die Räumlichkeiten halten jedoch locker mit denen unserer Physiotherapieutischen Praxen mit. Sicherlich wird es auch andere „zwielichtige“ Studios geben, doch darüber kann ich nichts berichten.
🙂

Eine Stunde Thai Massage kostet etwa 6,00 bis 8,00 Euro. Natürlich gibt es unterschiedliche Massagearten.
Hier sind diese ziemlich gut erläutert:

Massagearten

Ich wählte eine traditionelle Thai Massage, die mich auch ziemlich entspannte.

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So langsam bekamen wir Hunger. Wir hatten zwar sehr reichhaltig im Hotel gegessen, aber schließlich lag ein anstrengender Tag hinter uns. Morgens der Tempel, dann Chinatown … S. kannte ein gutes Restaurant gleich in der Nähe.
Ein weiteres Problem, nämlich meine üble Knoblauchallergie, hatten wir bereits am Tage unserer Ankunft gelöst.
Ich vertrage keinen Knoblauch. Zwar macht es mir nichts aus, wenn andere Menschen Knoblauch zu sich nehmen, kommen meine Schleimhäute jedoch damit in Verbindung, schwellen diese an und es besteht Erstickungsgefahr. In Deutschland ist dies nicht schlimm, ich kenne das und kann damit umgehen, kaufe nur Lebensmittel, bei denen ich sicher bin, dass sie kein Knoblauch enthalten. (Deshalb verzichte ich auch weitestgehend auf Wurstwaren.) In Thailand jedoch werden fast alle Speisen mit Knoblauch zubereitet.
Also baten wir unseren Fahrer, der uns ins Hotel brachte, schriftlich festzuhalten, dass große Gefahr bestünde, wenn ich Knoblauch zu mir nehme. Das tat er auch. Fortan zeigte ich den Serviceangestellten also diesen Zettel und S. machte wortreich deutlich, dass es sehr riskant ist, sollten sie das nicht berücksichtigen. Wir hatten also bei der Bestellung ziemlichen Spaß. Und meiner Bitte wurde nachgegangen, mein Reis schmeckte vorzüglich. Ohne Knoblauch.
🙂

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S.´s Gericht übrigens auch, versicherte er.

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Wir saßen ziemlich lange in diesem Restaurant, tranken Bier und beobachteten, wie Touristen thailändische Frauen mitnahmen, auf einen Europäer kamen manchmal drei Thaifrauen, bemerkten, dass das Restaurant wohl auch Räume für „Vergnügen aller Art“ hatte, sahen, dass am Eingang des Restaurants ein Desinfektionsgerät angebracht war und sich die Prostituierten, wollten sie das Restaurant/Hotel betreten, vorher die Hände desinfizieren mussten. Eine Aufsichtsperson stand am Eingang und kontrollierte dies alles.
Wir sahen einen wirklich alten Mann, der in die Apotheke gegenüber schlich (ich hatte ernsthaft Sorge, dass er umfallen könne und einen Kreislaufkollaps erleiden würde) und voller Vorfreude eine Seitenstraße weiter ging, um dort die für ihn passende (eine oder zwei?) Prostituierte zu finden. Ob er noch lebt, kann ich nicht sagen.
Ein reges Treiben herrschte vor diesem Lokal. Prostitution hautnah sozusagen. Ohne anfassen. Oder anderweitig in unmittelbaren Kontakt zu kommen.
Ich weiß nicht, obwohl es natürlich klar ist, dass es Blödsinn ist, wenn ich die Frauen bedauere, ich bedauerte sie dennoch. Sie sind durchweg zierliche, kleine Persönchen mit niedlichen Gesichtern und einer Unschuldsmiene. Die Vorstellung, nein, der Anblick der dicken, schwitzenden deutschen Touristen mit diesen zarten Frauen rief einfach mein Mitleid hervor.
🙂

Irgendwann fuhren wir dann ins Hotel zurück.

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Ich schaute noch eine Weile aus dem Hotelzimmer (die Fenster gingen übrigens nicht zu öffnen, aber jedes Zimmer verfügte über eine sehr gute Klimaanlage) und schlief schließlich tief und fest bis zum nächsten Morgen.

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– Fortsetzung folgt.

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