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Einblicke, die man gerne zeigt.

Wie versprochen jetzt also die Aufnahmen vom „Tag der offenen Tür“ im „Club Heinrich“, eine Einrichtung der Diakonie für Behinderte.
In diesem Club finden täglich Veranstaltungen statt, die behinderten Menschen fühlen sich äußerst wohl.

Am „Tag der offenen Tür“ rechnete man wohl nicht mit vielen neugierigen Besuchern.

Von der Gastfreundschaft, die ich kurz zuvor bei meinem Besuch im Obdachlosenheim erleben durfte, war hier nämlich nichts zu spüren.
Weder bot man mir eine Führung an, noch lud man mich auf einen Kaffee ein.

Und so lief ich mit meiner Kamera durch den Club, unterhielt mich mit den Stammgästen und durfte zumindest diese mit ihrer äußerst freundlichen Genehmigung ablichten.

Mein Fazit?
Obwohl es im „Club Heinrich“ an nichts fehlt und die Stammgäste auch sehr freundlich sind, empfand ich meinen Besuch nur kurz zuvor im Obdachlosenheim bedeutend spannender. Das Personal des Obdachlosenheims war ehrlich um jeden Besucher bemüht. Sie erklärten voller Begeisterung das Prozessmanagement, schilderten das Leben der Obdachlosen und es war spürbar, dass sie voll und ganz hinter ihrer oftmals sehr schwierigen Tätigkeit stehen.

Doch nun macht euch selbst ein Bild. Hier die Aufnahmen vom „Club Heinrich“.
Club Heinrich

Innenbereich Club

Innenbereich Club

 

Sitzgruppe Club

Sitzgruppe

 

Thekenbereich Club

Thekenbereich

 

Stammgäste Club

Stammgäste

 

Bastelraum Club

Bastelraum

 

Gebasteltes Club

Bastelarbeiten

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8 Responses to “Einblicke, die man gerne zeigt.”


  1. 13. November 2009 um 02:54

    Guten Morgen liebe Heike,
    die Einrichtung zwar besser, aber genauso unpersönlich wie im Obdachlosenheim. Durch deine Beschreibung kommt bei mir der Verdacht auf, daß die Angestellten kein Interesse an Publikum haben, unbequemen Fragen vielleicht sogar aus dem Weg gehen.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag.
    Viele Grüße
    🙂
    Bärbel

    • 14. November 2009 um 06:20

      Hallo meine liebe Bärbel, guten Morgen.

      Der Verdacht ist wahrscheinlich berechtigt, ohne die Verantwortlichen jetzt irgendwie in Misskredit bringen zu wollen.
      Es war schon auffällig, dass ich so gar nicht beachtet wurde. Außer von den Stammgästen. Aber diese kennen mich auch, weil ich mit dem Hund ständig vorbei laufe und in der Nähe wohne.

      Hab ein schönes Wochenende, euch weiterhin gute Besserung und ganz liebe Grüße!
      🙂
      Heike

  2. 13. November 2009 um 10:24

    Guten Morgen Heike

    Ich finde das die Bilder vom Club Heinrich gegenüber den Bildern vom Obdachlosenheim wirken wie ein Nobel Hotel.

    Die Obdachlosen wollen nicht anders leben, da hast du Recht. Sie geben sich mit wenig zufrieden. In manchen Dingen können sie uns ein Vorbild sein.

    Vor kurzem sah ich im Fernsehen einen Bericht über Deutsche Obdachlose in Spanien. Sie hausten in verkommenen Bruchbuden oder in Höhlen, sammelten sich Möbel vom Sperrmüll und waren glücklich und zufrieden.

    Ich hatte mal ein Erlebnis mit Obdachlosen.
    Meine Kinder waren noch klein. Ich fuhr mit dem Fahrrad mit kleinem Kind im Kindersitz an einem Platz vorbei an dem sich auch immer viele Obdachlose befinden.
    Eine Frau lief mir vors Rad, keine Obdachlose.
    Ich wollte ausweichen, kam ins schleudern und verlor das Gleichgewicht.
    Ich viel samt Kind und Fahrrad hin.
    Die Frau die es eigentlich Schuld war, ging einfach weiter.
    Andere schauten auch nur.
    Eine Gruppe Obdachloser, kam sofort angerannt und eilten mir zur Hilfe.
    Ich fand das sehr nett!

    Lieben Gruß und einen schönen Tag
    wünscht
    Anja

    • 14. November 2009 um 06:18

      Liebe Anja, guten Morgen.

      Du hast absolut recht. In manchen Dingen können sie uns ein Beispiel sein. Aber ich glaube, sobald man tätig wird, also einen Job hat, ist es vorbei mit der Freude an Sperrmüll und der Genügsamkeit allgemein. Man möchte etwas für seine Arbeit haben und das hat ja auch seine Berechtigung.

      Es ist also ein Widerspruch, wenn man versuchen würde, ebenso genügsam zu leben. Irgendwie funktioniert das nicht.

      Das Erlebnis, was du schilderst, ist sehr bezeichnend. Danke dafür!

      Auch euch ein wunderschönes Wochenende, ganz liebe Grüße
      Heike.
      🙂

      • 14. November 2009 um 07:16

        Guten Morgen liebe Heike

        So genügsam wie manch ein Obdachloser braucht man ja auch gar nicht zu sein. Klar möchte man sich für den Lohn der Arbeit auch etwas leisten.
        Aber ist es nicht so, das viele Menschen immer mehr und mehr und mehr wollen.
        Ein wenig Bescheidenheit ist auch nicht verkehrt! Finde ich.

        Lieben Gruß und einen schönen Tag wünscht Anja

  3. 7 brigitte
    13. November 2009 um 12:24

    Guten morgen liebe Heike ,
    Es erinnert mich sehr an eine Hotellobby. Merkwürdig ist es schon ,dass die Verantwortlichen es nicht wirklich zulassen ,das man genauen Einblick bekommt . Da fragt man sich „Warum Tag der offenenen Tür ? Möglich dass Bärbel Recht hat 😦

    Bestätigen kann ich auch was Anja sagt ……..Mit den Menschen die oft nichts mehr besitzen – ausser ihr eigenes Leben,hab ich die Erfahrung gemacht ,das gerade Sie es sind ,die dir zur Hilfe eilen ,wenn alle nur zuschauen .

    Grundsätzlich gelten auf der Strasse folgende und einfache Prinzipien. „Nicht gegenseitig oder untereinander sich bestehlen, belügen oder betrügen!“ Wer dagegen verstösst wird gemieden oder sogar geächtet.

    Dann gibt es leider auch diese Problematik:
    Es gibt Hinweise darauf, dass tatsächlich Strukturen hinter den Bettlern stehen, und zwar Strukturen, die die Bettler ausnutzen, ihnen das Geld abnehmen. Man fördert in Wahrheit kriminelle Strukturen, wenn man den Bettlern Geld gibt.

    • 14. November 2009 um 06:16

      Guten Morgen liebe Brigitte.

      Ich stimme dir ebenso zu.
      Das mit den Strukturen …. hier in Chemnitz sieht man wirklich kaum Bettler. Und wenn ich doch mal einen sehe, laufe ich ins nächste Geschäft, kaufe Brot ua. Lebensmittel und gebe sie ihnen. Insofern hoffe ich, keine kriminellen Strukturen zu unterstützen.

      Hab ein wunderschönes Wochenende, liebe Umärmelung!
      Heike
      🙂


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