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Hallo Sie da! Genau – Sie meine ich!

Renee
hat ein tolles Projekt ins Leben gerufen.

Hier noch einmal in Kurzform die Regeln.
Zitat:

1.) Fotografiere 15 Minuten lang an einem Ort deiner Wahl.
2.) Kein Objektivwechsel (für alle Spiegelreflexkameranutzer)!
3.) Verschiedene Perspektiven ausprobieren
4.) Bildbearbeitung ist erlaubt
5.) mindestens drei Bilder im Blog zeigen und einbischen dazu erzählen

Diesmal gibt es kein Projekt-Zeit-Limit – wer will, wer kann, wer Lust, Laune und Zeit hat, geht los und fängt an zu sehen. Ihr könnt es jeden Tag tun oder einmal in der Woche oder einmal im Monat.
Wer Rat, Hilfe, Ortsangaben und/oder Inspiration braucht, dem kann geholfen werden: einfach melden … gemeinsam meistern wir die Kriese …

Nachdem ich mich dort anmeldete, überlegte ich, wie ich die Aufgabe erfüllen könnte.
Dann hatte ich die zündende Idee.
Ich stieg zwischen zwei Kundenterminen aus meinem Wagen und setzte mich an eine Bushaltestelle.
Genau 15 Minuten. Und hoffe, dass ich, obwohl ich nicht von oben und unten und rechts und links etc. fotografierte, das Projekt ordnungsgemäß umgesetzt habe.
Immerhin tat sich etwas, während der Zeit an der Haltestelle.
🙂
Das Resultat könnt ihr hier (mit freundlicher Genehmigung der Protagonisten) sehen:

.

Kurz darauf lief bei gefühlten 80 Grad Wärme und strahlendem Sonnenschein eine ältere Dame mit Hut, Schal, Mantel und Kanister vorbei:

.

Mutter und Sohn kamen gerade vom Einkauf und setzten sich nach meiner höflichen Frage kurz auf die Bank:

.

.

Der junge Mann grinste nur, als ich ihn fragte, ob ich mal eben kurz fotografieren dürfte:

.

Die Dame ganz links im Bild kannte die Menschen übrigens alle. Damit erleichterte sie mir sehr mein Vorhaben. Bevor ich überhaupt etwas sagen konnte, hatte sie die Passanten bereits angesprochen.
Überhaupt „erleichtern“. Sie sitzt da wohl täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich. Denn während der 15 -minütigen Wartezeit wurde mir genau mitgeteilt, wo und wie man sich in dieser Stadt am einfachsten erleichtern kann. Welche Münzen in den Automaten der öffentlichen Toiletten gesteckt werden müssen, wie oft die Münzautomaten defekt sind, und so weiter.
Also nicht, dass ich danach gefragt hatte. Es war ihr wohl ein Bedürfnis, mir genau diese Eventualität aufzuzeigen. Eine sehr aufmerksame, freundliche Frau!
🙂


25 Responses to “Hallo Sie da! Genau – Sie meine ich!”


  1. 11. Juni 2010 um 06:09

    Klasse! Was man in 15 Minuten alles erleben kann … Und dann noch diese „Bedürfnis-Geschichte“ …
    🙂

  2. 11. Juni 2010 um 06:20

    Einfach genial! Du hast dich wieder und gleich mehrfach getraut. Und herausgekommen sind tolle Bilder. Meine Bewunderung ist dir sicher!
    Ganz lieben Gruß und schon mal ein wunderschönes Wochenende! Ein bisschen versuche ich noch zu bloggen, aber dann werde ich mich ausklinken.
    Sunny

    • 11. Juni 2010 um 07:35

      Ich danke dir, liebe Sunny. Gestern fiel es mir irgendwie – bis auf die unerträgliche Hitze – viel leichter als das erste Mal.🙂
      Ich wünsche dir auch ein wunderschönes Wochenende, mit viel Freude und richtig tollen, guten Erlebnissen!
      Alles Liebe,
      Heike.

      • 11. Juni 2010 um 07:43

        Danke🙂 Ich denke, es wird ganz ruhig und gemütlich, endlich wieder im Garten arbeiten, die Sonne genießen, abends lange draußen sitzen…
        Alles Liebe,
        Sunny

  3. 6 fudelchen
    11. Juni 2010 um 10:38

    Das sind klasse Fotos, mit interessanten Menschen und das Schöne, die Kulisse bleibt😉

    Hattest Du denn 15 Minuten Zeit dort zu verweilen😀
    Selber hatte ich diese Projekt auch schon einmal aufgegriffen, aber es war zu langweilig, da im Garten und es passierte NIX.

    Liebe Grüße und einen schönen Tag für Dich😉

    • 11. Juni 2010 um 13:37

      Lieben Dank, Marianne.🙂
      Ja, das Projekt ist so einfach gar nicht umzusetzen. Entweder es ist eine total spannende Umgebung oder eben etwas, was man schon immer sehen wollte und bisher noch nicht gesehen hat. Oder der Blick in fremde Häuser. Das mag ich ja auch. Vielleicht findet sich in deinem Garten ein alter Geräteschuppen oder so etwas?
      Und du hast recht. Eigentlich hatte ich die 15 Minuten gar nicht. Aber ich habe sie mir einfach genommen.
      Danke und hab ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße.
      Heike.🙂

  4. 11. Juni 2010 um 10:50

    Schöne Bilder! Das erste und das letzte gefallen mir am besten. (Und die wissen, dass sie jetzt im Internet zu bewundern sind??)

    • 11. Juni 2010 um 13:34

      Danke Ruth.
      Ich finde das am schönsten, auf dem die warm eingepackte ältere Dame mit Kanister vorbei läuft. Hast du dir mal ihren rechten Fuß angesehen? Ich habe genau in dem Moment fotografiert, als der in der Luft war. *g*

      Die einzige Sorge der Menschen da war, dass sie nicht ins Fernsehen oder in die Zeitung kommen. Nun – da sind sie ja auch nicht.🙂
      LG!

  5. 11. Juni 2010 um 11:25

    Ich finde es sehr mutig, einfach fremde Menschen anzusprechen und zu fotografieren – bis ich mich das traue dauert es wohl noch ein paar Jahre. Die Übung ist interessant umgesetzt, aber eigentlich erstaunlich dass doch nur so wenige Leute vorbeikamen🙂

    • 11. Juni 2010 um 13:33

      Hallo Ariana, herzlich Willkommen hier und vielen Dank für deinen Kommentar.🙂
      Es kostet schon Überwindung, aber letztlich ist es auch eine tolle Erfahrung, wie unterschiedlich die Menschen reagieren. Vorgestern bspw. wollte ich eine Frau auf dem Gehweg fotografieren, ich sprach sie wie immer höflich an, sie sagte: „Verzieh dich.“ Da habe ich nicht schlecht gestaunt, vor allem, weil ich ihr so eine Ausdrucksweise gar nicht zugetraut hätte.🙂
      Herzliche Grüße und ich wünsche ein schönes Wochenende!
      Heike.

  6. 11. Juni 2010 um 11:53

    Das ist ja ein tolles Projekt und interessante Bilder.
    Die Menschen sehen irgendwie alle etwas griesgrämig aus!🙂

    Ich bin ja auch immer viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs….da erlebt man manchmal Sachen…..da könnte man einen eigenen Blog drüber führen!🙂

    Lieben Gruß und schönes Wochenende wünscht Anja

    • 11. Juni 2010 um 13:30

      Hallo liebe Anja, das Projekt ist wirklich toll. Ich finde es auch Klasse!🙂
      Ich denke auch langsam, dass einen wirklich was entgeht, wenn man ständig nur im Auto sitzt.
      Hab lieben Dank und ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende!
      Dicken Knutsch an Diva und Emma und liebe Grüße an euch!🙂

  7. 11. Juni 2010 um 12:00

    Die Haltestellen von den Öffentlichen bergen stets ein schier unerschöpfliches Geschichten- und Bilderpotenzial.😉 Coole Idee und ein wirklich gutes Projekt. Das werde ich garantiert demnächst mal aufgreifen.
    Du hast dir wirklich originelle Fotomodelle ausgesucht! Mein Favorit ist die „leicht bekleidete“ alte Dame.🙂
    Herzliche Grüße! Wünsche dir und deinen Lieben ein schönes Wochenende!

    • 11. Juni 2010 um 13:29

      Danke liebe Margot, ich habe es ja nicht so mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch so langsam glaube ich, mir entgeht da Einiges!🙂
      Ich würde mich freuen, wenn du das Projekt aufgreifst!
      Hab lieben Dank und dir natürlich auch ein wunderschönes Wochenende!
      Herzliche Grüße!

  8. 12. Juni 2010 um 08:19

    Einfach sehr, sehr, sehr nett!!!!! *lach*
    So etwas habe ich noch nie erlebt, aber ich finde, genau das ist zutiefst menschlich und wunderbar… *lächel*
    Wunderbare Wochenendwünsche von Elisabeth🙂

  9. 18 april
    12. Juni 2010 um 12:12

    Diese Serie finde ich einfach nur genial. Alltagsmenschen in einer Alltagssitutation. Erstaunlich, dass sie sich so bereitwillig fotografieren lassen. Wissen sie, dass du das im Internet veröffentlichst? Ich würde das auch gerne machen, befürchte aber, dass dann längere Erklärungen nötig würden, was ein Blog ist und so.

    • 12. Juni 2010 um 16:39

      Natürlich wissen sie das. Das sage ich doch vorher. Und- liebe April, ich verrate dir mal einen Trick, da muss man nämlich gar keine langen Erklärungen abgeben.
      Ich habe mir kostenlos Visitenkarten anfertigen lassen (bei Vistaprint.de). Da steht weiter nichts drauf außer Name, Email Adresse und die beiden Blogadressen. Und natürlich ein schönes Foto. (Kann man auf der Vistaprintseite selbst gestalten.)
      Die gebe ich ihnen, mit dem Hinweis, dass es eben ganz normale Internetseiten sind und wenn sie mögen, können sie sich gern dort betrachten.

      Das Wort „Blog“vermeide ich meist, ich sage Internetseite.
      Bisher habe ich noch keine schlechten Erfahrungen. (Bis auf die eine Dame, die sich nicht fotografieren lassen wollte und zu mir sagte: Verzieh dich.)
      Im Gegenteil, manche hoffen sogar berühmt zu werden.🙂
      Eine weitere Möglichkeit ist, dass man sich Kugelschreiber bedrucken lässt, eben mit der Blogadresse und sie ihnen als Dankeschön gibt.
      Liebe Grüße!🙂

  10. 12. Juni 2010 um 14:10

    wie toll ist das denn? da hast du dir eine super location rausgesucht! die omi mit mütze find ich auch klasse, aber mein favorit sind mutter und sohn, die genau, aber haargenau vor bierglas und flasche-werbung sitzen, was auch wieder total gut mit ihren körperformen zusammenpasst🙂
    spitze, deine challenge!

    • 12. Juni 2010 um 16:44

      Danke liebe Toffi, als ich die Aufnahme, Mutter und Sohn, hier auf dem Rechner sah, habe ich auch gelacht. Die Beiden haben sich instinktiv richtig hingesetzt, das fand ich auch echt Klasse!🙂

      Danke und hab ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße
      Heike.

  11. 12. Juni 2010 um 17:13

    Das ist ne super Geschichte. Also gerade deine Fotos hier zeigen, wie spannend sowas sein kann. Ich finde die Fotos zum Brüllen komisch. Die Frau, die auf allen Fotos drauf ist, habe ich anfangs garnicht als Frau erkannt. Sie hat so eine männliche Körperhaltung.

    Mutter und Sohn sitzen da wie Leute vor 100 Jahren vor einem Fotograph Platz nahmen.
    Achtung Uffnahme!!! Die Hände so auf dem Oberschenkel platziert. Das zeigt die Anspannung. Sie sehen bisschen überfordert aus.

    Die Omi mit dem gefärbten Zuckerwasser ((grusel) geht sicher immer so los, egal ob Sonne oder Regen angesagt ist. Am coolsten wirkt der Mann auf dem ersten Foto, der mit der Zeitung.

    • 12. Juni 2010 um 17:36

      Danke!🙂
      Die Mutter hat sich „ziemlich gefühlt“, als ich sie fragte, ob ich sie fotografieren dürfte. Überfordert waren sie eigentlich nicht.
      Stimmt, die Omi wird wohl immer so aussehen.

  12. 15. Juni 2010 um 23:21

    sorry für meine verspätung, hatte es schon sofort angeschaut und ja auch mir gefällt die dame mit dem kanister am besten und die viele dynamik.
    hast du super gemacht – auch das mit den visitenkarten und den erzählen vom projekt, das ist gut, das rückt näher und hält spannende geschichten bereit.

    bin gespannt auf was für verrückte ideen du nochkommst😉

    • 16. Juni 2010 um 06:05

      Kein Problem, liebe Renee.🙂
      Danke und ja, ich bin auch gespannt, was mir als Nächstes einfällt.
      Da hast du dir wirklich ein schönes Projekt ausgedacht. Das fordert einen richtig. Schon allein die Bedingung, 15 Minuten an einem Ort zu bleiben.

      LG!


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