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Nov
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Wunsch

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Ich wünschte, ich wäre in der Lage, Stille fotografisch festzuhalten.

Dann könntet ihr hören, was ich heute Morgen hörte.
Nämlich nichts.
Gar nichts.
Sogar die Vögel schwiegen, nicht ein einziges Fahrzeug war unterwegs, und auch der Obdachlose, den ich unterwegs auf der Treppe zum Obdachlosenheim sitzen sah, schien zu schlafen.
Instinktiv flüstere ich mit dem Hund, setze meine Schritte bedachtsamer.

Ich wünschte, ich könnte die Stille halten.

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26 Responses to “Wunsch”


  1. 17. November 2010 um 07:58

    Ich kommentiere dann mal meinen Beitrag, nicht, dass ihr euch Sorgen macht.
    🙂

    Einer Depression etc. unterliege ich glücklicherweise nicht, es ist alles in Ordnung.
    Ich genieße lediglich auch einmal diesen absoluten Ruhezustand. Die Welt ist so hektisch, oftmals so laut und lärmend. So überflüssig lärmend, da wollte ich einfach auch mal beschreiben, wie ich die Stille empfinde.

    Und jetzt bin ich mal wieder beim Plätzchen backen. Also nicht verärgert sein, wenn ich meine Kommentare bei euch etwas einschränke. Aber ich lese natürlich, wie es euch geht. Sorge mich, wenn was nicht stimmt und freue mich mit euch, wenn es euch gut geht!
    🙂

    Habt einen schönen Tag,
    herzliche Grüße!

  2. 17. November 2010 um 08:22

    Liebe Heike,
    ich kann dich soooooo gut verstehen. Und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass du depressiv bist. In unserer viel zu hektischen Zeit ist Stille so unglaublich wertvoll. Und es ist wunderbar, wenn man sie noch wahrnehmen kann und zu schätzen weiß.
    Mit deinem Bild hast du sie auch sehr gut eingefangen. Die Blätter, wie gedämpft unter dem Wasser…
    Alles Liebe und auch dir einen schönen, nicht zu hektischen Tag!
    Sunny

    P.S.: Plätzchen backen steht bei mir auch noch an, allerdings komme ich vor dem 1. Advent nicht dazu. Das wird dann ein Mammut-Back-Wochenende… 😉

    • 17. November 2010 um 08:31

      Guten Morgen liebe Sunny.
      🙂

      Dankeschön!
      Weißt du, das beginnt mit diesem dämlichen Laubsauger, mit dem die Menschen das Laub „sammeln“ und wegpusten. Früher nahm man den Besen oder ein „handbetriebenes“ Gartengerät. Das gleichmäßig kratzende oder kehrende Geräusch war für meine Ohren wohltuend und fast einschläfernd. Jetzt redet man ständig vom Ozon, bläst aber mit diesem lärmenden, die Faulheit fördernden Laubstaubsauger die Abgase so richtig in die Luft.
      Solche Dinge kann ich nicht nachvollziehen. Fortschritt sieht meiner Meinung nach anders aus.

      Hier!
      kann man bspw. auch gut nachlesen, wie schädlich diese Sauger auch bezüglich des Naturschutzes sind.


      05. Oktober 2010 – Der NABU appelliert jetzt an Hamburgs Bürger und Bürgerinnen, das Herbstlaub auf Beeten und unter Büschen liegen zu lassen. Denn das Laub ist ein guter Dünger für den Boden und ein wichtiger Lebensraum für Tiere. Die Nutzung von Laubbläsern und Laubsaugern hält der NABU zur Beseitigung des Laubes für schädlich. Denn mit den Laubbläsern lässt sich Laub bis in den hintersten Winkel des Gartens oder der Grünanlage beseitigen. Laubsauger dagegen beseitigen das Laub nicht nur, sondern häckseln die darin lebenden Tiere regelrecht. Lediglich auf den Wegen solle daher wegen der Verkehrssicherheit das Laub gekehrt werden, wenn möglich mit Besen und Rechen

      Jetzt im Herbst wirbeln bunt gefärbte Blätter durch die Luft und bedecken Rasenflächen, Blumenrabatte und Bürgersteige. „Zur Beseitigung des Herbstlaubes kommen zunehmend Laubsauger und Laubbläser für eine ökologisch fragwürdige Gartengründlichkeit zum Einsatz“, bedauert Bernd Quellmalz, Pressesprecher des NABU Hamburg. Laubsauger können Laub, Gras, Tannenzapfen und Abfall bis hin zu Getränkedosen aufsaugen. Für den Sog werden Luftgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern und Saugleistungen von etwa zehn Kubikmeter pro Minute erzeugt.

      Laubsauger sind „Gift“ für die Tiere im Boden.
      Beunruhigt ist der NABU über die Tatsache, dass sowohl Laubbläser als auch Laubsauger bis in den letzten Winkel des Gartens und der Grünanlage das Laub beseitigen können. Quellmalz: „Damit besteht eine akute Gefährdung der Kleinlebewesen, die den Boden und die Krautschicht bewohnen. Käfer, Spinnen, Tausendfüßer, Asseln und Amphibien können sich kaum dem Turbo-Blas- bzw. Saugstrom widersetzen.“ Laubsauger verletzten die größeren und verschlingen die kleinen Tiere bis hin zu Fröschen und Molchen. Bei Laubsauggeräten mit Häckselfunktion werden sie meist im gleichen Arbeitsgang zerstückelt. Auch für Kleinsäuger ohne Fluchtverhalten wie Igel und ihre Jungen sind diese modernen Geräte lebensbedrohlich. „Für den Naturschutz sollte auf klinisch laubfreie Gärten und Grünanlagen, die den Tieren ihre Lebensgrundlage entziehen, verzichtet werden“, erklärt der Biologe vom NABU. Lärm von 106 bis 112 Dezibel stören im übrigen die Nachbarschaft, und die Verbrennungsmotoren der Geräte stoßen darüber hinaus gesundheitsschädliche Abgase wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid aus. Der NABU appelliert an Gartenbesitzer und Stadtgärtnereien, auf Laubsauger zugunsten unserer Wildtiere gänzlich zu verzichten und auf Rasenflächen und Gehwegen lieber zu Besen und Rechen zu greifen.

      „Leben unter unseren Füßen“

      Einen Leitartikel über das Leben im Laub finden Sie in unserer Verbandszeitung „Naturschutz in Hamburg“, Ausgabe 3/09, Seite 8 bis 11. Viel Spaß beim Lesen.



      Ich wünsche dir beim Plätzchen backen schon jetzt mal viel Vergnügen. Es macht schon Spaß, mir jedenfalls. Dennoch ist es auch schön, wenn man es geschafft hat und ich hoffe, zum 1. Advent damit durch zu sein. Dann geht es ans Eintüten und Verschicken.
      🙂

      Hab einen schönen Tag,
      liebe Grüße!
      Heike

      • 17. November 2010 um 08:53

        Hör mir auf mit Laubsaugern! Auf die reagiere ich mittlerweile allergisch. In meiner Straße stehen sehr viele Laubbäume, und fast jeden Morgen um 6 kreuzen städtische Mitarbeiter auf, die das Laub von einer Seite zur anderen pusten. Dieses Geräusch macht mich fast wahnsinnig… Und wenn die nicht zur Stelle sind, dann wird in der Gartenanlage gegenüber geblasen. Bis auf das letzte Stück, für Igel & Co. bleibt da nichts mehr. Unser Hausmeister hat zum Glück kein solches Spielzeug. Der fährt dafür mehrmals mit dem Rasenmäher drüber. Hat zwar auch Abgase und macht Lärm, aber das Laub bleibt, wo es ist 😉
        Ich liebe Plätzchenbacken 🙂 Ohne komme ich irgendwie nicht in Vorweihnachtsstimmung… Aber am Abend brauche ich dann was Salziges/Saures 😉 Allein durch den Geruch von Schokoglasur etc… Essen kann ich dann erst 1-2 Tage später welche 😉

        Alles Liebe,
        Sunny

  3. 17. November 2010 um 09:24

    Stille…was für ein Wort…. gibt es denn absolute Stille? ich glaube nicht, jedenfalls nicht solange wir noch auf und nicht unter der Erde sind. Irgendein Geräusch ist doch immer da, sei es noch so leise.
    Die Vögel am Morgen vermisse ich auch sehr, ich freue mich, wenn sie im Frühling wieder hier sind und mich wecken.
    Liebe Grüße und einen ruhigen Tag
    Sweetkoffie

  4. 17. November 2010 um 09:48

    Solche Stille empfinde ich manchmal, wenn der erste Schnee fällt.
    Viel Spaß in deiner Plätzchenbackstube und liebe Grüße von der Gudrun

  5. 17. November 2010 um 11:40

    Stille kann etwas wunderbares sein.
    Die schönste Stille die ich je erlebt habe, war in Norwegen, solch eine Stille hab ich noch nirgendwo anders gehört.
    Man meint , das man sein eigenes Herz schlagen hört und sein Blut rauschen.
    Ich finde das toll!

    Viel Spaß beim Plätzchenbacken!
    L.G. Anja

    • 17. November 2010 um 21:23

      Liebe Anja, guten Abend.
      Ich glaube dir gern, dass es in Norwegen so ist. Die eigenen Sinne sind irgendwie geschärft. Ich hoffe, auch einmal in dieses Land zu reisen.
      Hab einen schönen Abend, lieben Dank und herzliche Grüße an euch!
      🙂
      Heike

  6. 17. November 2010 um 11:41

    nirgendwo anders erlebt, meinte ich. 🙂

  7. 17. November 2010 um 14:27

    Weißt du, liebe Heike, das gefällt mir richtig gut. Stille zu erleben ohne dabei an irgendwelche Aufgaben, den nächsten Einkauf, oder sonst irgendwas zu denken ist ein ganz wundervoller Zustand. Dann lässt sich auch die Hektik des Alltages viel leichter ertragen.
    Liebe Grüße und leckere Plätzchen wünscht,
    Nissa

  8. 17. November 2010 um 20:15

    Liebe Heike,

    Stille kann etwas wundervolles sein. In der Meditation zum Beispiel. Man muß sie nur aushalten können. Oft fällt uns Stille dann auf, wenn alle Geräusche ausgeblendet sind. Wenn man sie genießen kann, ist es etwas sehr Schönes.

    *räusper* kann man schon kosten??? *fingerausstreck*

    😉

    Liebe Grüße an dich,

    Emily

    • 17. November 2010 um 21:19

      Liebe Emily, Meditation ist so eine Sache für sich. Ich habe das auch schon versucht, „künstlich“ herbei führen kann ich das nicht, da bekomme ich richtig Zorn. Vielleicht ist meine Ungeduld in manchen Dingen schuld? Diese Stille heute Morgen … sie hat mich förmlich erschlagen, als ich aus der Haustür trat. Ich musste nichts dazu tun, sie nicht „erzeugen“.
      Und fand das einfach nur genial.

      Kosten könntest du schon, liebe Emily. Aber ich glaube, du freust dich mehr, wenn du die mindestens 7 verschiedenen Sorten in einer kleinen weihnachtlichen Tüte bekommst und dann die Qual der Wahl hast, welches Plätzchen du zuerst kostest. Ein wenig dauert es noch, ich habe bis jetzt die
      – Herzen
      – Sternen
      – Blumen
      – Schokotaler
      fertig.

      Es fehlen also schon noch eine ganze Menge.
      🙂
      Liebe Grüße an dich,
      Heike.

  9. 17. November 2010 um 21:08

    Liebe Heike,

    die Stille hat etwas… etwas sehr Heilsames, das uns zurück zu unseren Wurzeln, zu unserer Quelle führt… und doch, es ist nicht einfach, diese Stille auch aus-zuhalten… denn sie führt uns in unser tiefstes Innerstes… Es gelingt besser und besser… mit der Zeit… *lächel*

    Alles Liebe für dich, Elisabeth

  10. 23 Frau Kunterbunt
    18. November 2010 um 09:53

    Dein Foto & Text darunter hat mich jetzt richtig versinken lassen, ich hörte in mich hinein und versuchte mir gerade vorzustellen “ einen Ort der Ruhe, der Stille “
    Ich kann dir nachempfinden, solche Momente sind äußerst kostbar und man muss sie unbedningt genießen….
    VLG Frau Kunterbunt

  11. 20. November 2010 um 21:14

    Du kannst die Stille in dein Herz nehmen und sie dort bewahren. Wenigstens für eine Weile…


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