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Alles ist vergänglich.

Tja, nun ist es soweit. Ein Stück Zeitgeschichte wird sich in Nichts auflösen. Vielleicht erzählen Großmütter und Großväter noch ein Weilchen davon, dann wird auch das versiegen. Ich weiß nicht. Ich habe es immer schwer damit. Statt abgerissen hätte ich lieber rekonstruiert. Gut, dass ich einige Fotos vom Inneren der Gebäude habe. So bleibt wenigstens eine greifbare Erinnerung. Klar, ich kann jetzt direkt bis zum Wald schauen, der verbaute Blick ist hinfällig. Aber irgendwie packt mich bei solchen Veränderungen dennoch die Wehmut.

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(Die schlechte Bildqualität bitte ich zu entschuldigen, ich musste sehr schnell fotografieren, sonst hätte ich Bauschutt auf den Kopf bekommen.)

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35 Responses to “Alles ist vergänglich.”


  1. 16. Januar 2012 um 11:06

    Mich macht es auch immer traurig, wenn wieder etwas abgerissen wird. Da hast du ja einiges riskiert für die Bilder 🙂

  2. 16. Januar 2012 um 12:37

    Manchmal läßt es sich vielleicht nicht vermeiden, aber das vermeintlich Neue, was anstatt gebaut wird, ist oft einfach eine kalte Scheußlichkeit aus Stahl, Glas und Beton, eine, bei der die Ökonomen am Meisten zu sagen hatten.

    • 16. Januar 2012 um 19:28

      Ich hoffe, da kommt nix Neues hin, eventuell wird das als Eigenheimstandort genutzt, ganz am Waldrand bauen sie allerdings bereits eine Seniorenwohngemeinschaft. Aber bis jetzt sieht das eher gemütlich, als scheußlich aus. Soviel Glas und Stahl ist da wahrscheinlich nicht geplant.

  3. 16. Januar 2012 um 12:47

    das stimmt .. wehmut ist da. Ich denke immer an die geschichte die so ein haus wohl hat. An die zeit wo es zum ersten mal bezogen wurde .. an die menschen die darin wohnten. Solange man nun aber nicht etwas modernes grosses zwischen dich und den wald baut … na ja , hast noch biz glück ♡

  4. 16. Januar 2012 um 18:54

    Liebe Heike,
    das 2.Foto ist sensationell! So ein Abriss weckt irgendwie Gefühle in uns, gell.
    Einen schönen Abend und eine geruhsame Nacht wünsche ich Dir♥♥♥
    Liebe Grüße
    moni

  5. 16. Januar 2012 um 19:44

    Ich wollte gerade fragen: Sind das etwa die Russen Kasernen gegenüber?
    Und dann hat der Link es bestätigt.

    Traurig, denn es ist so oder so ein Stück Geschichte. Und die Gebäude haben (hatten mal) was Erhabenes. Leider wurde zu lange nichts dran getan und dem Verfall nichts entgegen gesetzt.

    Mich erinnern solche Kasernen an die Soldaten, die uns an der Penne besucht haben und den Russisch Unterricht „aufgehübscht“ haben. Wir haben gekocht, gebacken und alles in die Schule geschleppt. Und die waren sooooo glücklich und haben gegessen, wie ich selten jemand habe essen sehen. Das war echter Hunger. Offiziell war es ein Treffen der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft und wir sollten unsere Russischkenntnisse aufpolieren. Haben wir auch. Aber das war eher Nebensache.

    Schöne Fotos hast du da wieder gemacht. Geschichtsträchtig.

    • 16. Januar 2012 um 19:53

      Ja, liebe I., ihr habt sie ja glücklicherweise noch sehen können. Bald liegt dort nur noch der Schutt herum.

      Deine Geschichte ist ja schön und lebendig, solche Begebenheiten vergisst man nie, nicht wahr?

      Danke für das „Geschichtsträchtig“. Erinnerst du dich vielleicht noch an das „Fotoshooting“ des alten Ehepaares? Also das Bild bspw. mit dem alten Buch. Es ist auch dort im Inneren entstanden.
      Und weißt du was? Ich habe richtig Angst, dass die hier mit ihrem Abrisswahn weitermachen, und als nächstes mein altes Hinterhofgebäude fällt. Dann ziehe ich um. Dann will ich hier nicht mehr bleiben.

      Liebe Grüße an dich, hab einen angenehmen Abend!

  6. 14 M.
    16. Januar 2012 um 20:21

    Manches Mal muss es sein, dass Altes abgerissen wird, auch wenn es weh tut. Emotionen oder andere gefühlvolle Investitionen sind fehl am Platze. Hier bei uns gibt es auch noch soviel altes und marodes, wo ich mir wünschte, dass die Bagger endlich mal eintrudeln würden. W. ist eine alte Industriestadt gewesen, wo die Zwirnerei zu Hause war. Es gibt auch heute noch alte Fabriken und sie verschandeln den Anblick wirklich sehr massiv. Aber es gibt auch schöne und alte Fabrikantenvillen. Für diese würde ich mir wünschen, dass sie jemand restauriert und in ihnen neues Leben einziehen möge. Wir selbst haben in C, in einer solchen gewohnt und wäre da nicht der Schimmelbefall so massiv gewesen, würden wir noch heute dort wohnen. Wir hatten eine 20qm große Terasse. Zur Hälfte offen, die andere Hälfte war mit Säulen und überdacht, wo man selbst bei stärkstem Regen im Freien sitzen konnte. Ja, ich denke da mit Wehmut zurück.

    Jede Medaille hat zwei Seiten und in deinem obigen Abrißhaus bestimmt auch. Sei nicht zu traurig. In Jedem Verlorenem liegt ein Neuanfang. Alles Liebe zu dir von Mandy

    • 16. Januar 2012 um 20:26

      Ach Mandy. Einerseits schreibst du, du „denkst mit Wehmut daran zurück“, andererseits aber auch, dass „Emotionen oder andere gefühlvolle Investitionen fehl am Platze sind“. Klar, auf unterschiedliche Lebens-Stile bezogen, aber eine Wertigkeit mag ich mir da nicht anmaßen.

      Weißt du, wenn mir nach Wehmut ist, weil ich nun schon eine Woche lang den Bagger da sehe, sehe, wie aus den Gebäuden Schutthaufen werden, dann gestatte ich mir einfach diese Wehmut. Dann gestatte ich meiner Fantasie auch Geschichten trauriger Soldaten.
      Es muss keine Fabrikantenvilla sein, die Wehmut in mir weckt. Im Gegenteil. Es sind oft die einfachen Gebäude, die Fabriken, die schlichten Häuser. Das Leben der weniger gut betuchten Menschen, die eben nicht im Wohlstand und einer Fabrikantenvilla leben konnten.

      Klar hat jede Medaille zwei Seiten. Die gute Seite beim „Russenkasernenabriss“ suche ich jedoch noch.
      Danke für deinen Kommentar und dir auch alles Liebe!
      🙂
      Heike

  7. 16. Januar 2012 um 20:36

    Dies ist nicht das Ende, sondern ein Neuanfang. Und die Hoffnung stirbt zuletzt, es wird bestimmt etwas Schönes für deine Augen dort entstehen. Trauere nicht der Vergangenheit nach, sondern freue dich auf die Zukunft.
    Mann, bin ich heute wieder ein Poetchen. 😉
    Liebe Grüße schickt dir der
    Angelo

  8. 16. Januar 2012 um 22:53

    Wenn ich das gewusst hätte, oder bewusster mitbekommen, denn beim Bloggertreffen im letzten Frühling ist bestimmt darüber gesprochen worden, dann hätte ich auch mehr Fotos davon gemacht…
    Ich persönlich habe ein Faible für diese alten Klinkerbauten, während unserer Fahrten durch Chemnitz habe ich mir oft gewünscht, sehr viel Geld zu haben. Dann würde ich nämlich diese Bauwerke kaufen, und entkernen und modernisieren lassen. Ich finde sie durchaus erhaltenswert.
    ♥liche Grüße!

    • 17. Januar 2012 um 19:27

      Ärgere dich nicht, liebe Margot. Mich wundert es eigentlich, dass sie es nun wirklich abreißen, denn davon gesprochen, also vom Vorhaben, wird schon Jahre.
      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße!
      Heike

  9. 16. Januar 2012 um 23:25

    ich finde es auch immer beklemmend, wenn ein Haus abgerissen wird, das sozusagen seit Ewigkeiten da steht.
    Es gibt dann einfach ein Loch, das richtig wehtut.
    Mit der Zeit gewöhnt man sich zwar dran.
    Und irgendwann weiß man gar nicht mehr, dass da mal was stand.
    Liebe Grüße zu dir ♥

    • 17. Januar 2012 um 19:29

      Liebe Bärbel,

      klar, alles ist Veränderung, und sicher gewöhnt man sich auch daran. Wenn sie allerdings anfangen, das alte Hinterhofhaus mit dem wunderschönen Laub abzureißen, dann ziehe ich wirklich um.
      🙂
      Liebe Grüße an dich!
      Heike

  10. 18. Januar 2012 um 02:24

    Pass schön auf Dich auf, liebe Heike, wenn Du für uns Deine Fotos „schießt“ .

    Musste das wirklich abgerissen werden? Schade, denn es war ein Haus mit Charakter. Aber wäre Warten bis es nur noch ein Schandfleck ist besser? Schade, dass sich niemand gefunden hat, der das Haus hätte sinnvoll nutzen können. Hoffentlich kriegst Du nicht irgendwas Hässliches nun vor die Nase – die Augen – gebaut!

    Liebe Grüße
    Claudia

    • 18. Januar 2012 um 07:06

      Danke, liebe Claudia. Ja, ich passe auf, ich möchte dich doch bald besuchen kommen!
      🙂
      Ich kündige mal so den April an? Also nach Ostern? Meinst du das ist ok? Im Sommer reise ich ja nicht gern, und du wirst sowieso das Haus voller Gäste/Besucher haben, oder?
      Mehr dann per Mail, aber auf jeden Fall möchte ich das Vorhaben dieses Mal wirklich wahr machen.

      Ja, ich hoffe auch, dass ich nichts Hässliches dahingesetzt bekomme. Falls doch, bleib ich einfach bei dir in Schweden.
      🙂

      Liebe Grüße an dich!
      Hab einen schönen Tag!
      Heike

  11. 18. Januar 2012 um 16:06

    Ist ja ein ziemlicher Klotz der da dem Erdboden gleich gemacht wird.
    Was kommt da hin?
    Ein 50-Wohnungen-Mietklotz?

    • 18. Januar 2012 um 18:53

      Ich hoffe, lieber Wortman, da wird nichts hingebaut. Und erst recht kein Mietklotz. Da gibt es genügend hier in Chemnitz, wenn die mir einen vor die Nase setzen, ziehe ich um!!!!
      Nein, ich dachte, ich hätte mal irgendwo gelesen, dass dort Eigenheimstandorte geplant sind.
      Eine schöne Lage dort am Wald ist es ja.
      Liebe Grüße an dich!

  12. 21. Januar 2012 um 15:17

    Das sind tolle Bilder. Und ohne das Haus näher gekannt zu haben: Schade, daß so was heute abgerissen wird. Bauen könnte man es so nämlich heute nicht mehr.

  13. 30 Kasbek
    20. Mai 2013 um 18:37

    Du hast Recht. Heute bauen nur die schlichten Box aus Glas und Stahl.
    Leider fand sich niemand, der die maroden Gebäude sanieren und einer neuen Verwendung zuführen wollte. Nun sind sie – trotz Denkmalschutz! – abgerissen. Somit sind alle Spuren, die an die Chemnitzer ehemaligen Regimenter auf dem Sonnenberg erinnern könnten, verschwunden.
    Inzwischen wurde in einer Einwohnerversammlung das Projekt zur Neubebauung dieses Areals vorgestell. Ein Schulzentrum für Körperbehinderte wird entstehen und verschiedene Gewerbetreibende sollen dort angesiedelt werden.
    Liebe Grüße!
    Kasbek
    http://www.ag-sonnenberg-geschichte-in-chemnitz.de/Wissenswertes/Kasernen_2.htm

    • 20. Mai 2013 um 19:55

      Hallo Kasbek, danke für deinen Kommentar. Ich weiß, ich wohne da in der Gegend. Der Lärm, den die Baustelle verursacht, ist kaum auszuhalten. Derzeit bohren sie Rohre ins Erdreich, es ist schon monatelang furchtbar laut. Interessant auch, dass die Kasernen trotz Denkmalschutz abgerissen wurden, geht denn das so einfach?

      Viele Grüße an dich!
      Heike

  14. 32 Kasbek
    20. Mai 2013 um 21:19

    Hallo, Heike, ich hoffe, das der Lärm, den die Baustelle verursacht, ist nicht stärker als Subwoofer von meiner Nachbarn :))

    • 20. Mai 2013 um 21:25

      Oh je, ich glaube doch. Also nicht, dass ich deine Nachbarn kennen würde, aber wenn ich daran denke, dass der Lärm morgen früh sechs Uhr wieder anfängt, bin ich jetzt schon „bedient“. 🙂

  15. 34 Kasbek
    20. Mai 2013 um 21:37

    Bist du den ganzen Tag zu Hause? Mein Dienst ist als eine Rettung von diesem Lärm.

    • 21. Mai 2013 um 06:12

      Manchmal sitze ich auch ziemlich lang zu Hause am Schreibtisch und arbeite. Da gibt es kein Entrinnen. Eben auch, weil das morgens sechs Uhr anfängt mit dem Lärm und gern mal bis abends acht Uhr anhält. 😦


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