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16
Mai
16

Das Leben als Star zu Pfingsten 2016

… ist eindeutig sehr gut organisiert.

*

 

Inzwischen gilt es bekanntermaßen als überholt, dass man Vögel lediglich im Winter füttern darf. NABU bietet spezielle Sommer- und Winterfutter an, klar, dass ich auch im Sommer, bzw. im Frühling für den Nachwuchs etwas vorrätig habe. 🙂 Speziell Erdnussbutter mit Mehlwürmern mögen die Jungvögel. Wenn man sich den Schnabel der jungen Tiere anschaut, ist das auch verständlich, er sieht sehr weich aus, hat oftmals noch keine scharfe, harte Spitze, das weiche Futter ist angenehmer für die Vögel. Nun füttere ich aber nicht mehr täglich, sondern nur noch so wie jetzt über Pfingsten, als ich die armen Vögelchen auf der Wiese und in den Bäumen gegenüber laut schreien hörte, weil es so kalt war, dass die Regenwürmer und Käfer sich nicht blicken ließen, und die Vögel wohl jämmerlich am Hunger zugrunde gehen würden … Ich schweife ab. Ich wollte vom Leben der Stare berichten.

Sie sind gut organisiert. Zuerst setzt sich wahlweise ein erfahrener, älterer Star – oder ein Jungvogel (der wohl gerade angelernt wurde) in die Nähe des zu erwartenden Futters. Dann nimmt er sich etwas vom Futter und fliegt davon. Kurze Zeit später sitzen dann schon ca. 2 – 4 Stare auf dem Ast. Auch die sitzen und schauen und kosten vom Futter und fliegen damit weg. Danach kommt ein wahrer Vogelschwarm! Hoffentlich bekomme ich keinen Ärger mit den Nachbarn, falls doch, würde ich ihnen erläutern, dass es auch nicht prickelnd ist, wenn immer am Wochenende in der Zeit von 2.00 Uhr bis 6.00 Uhr so laut „gezockt“ wird, immer dieselben nervigen Computertöne in mein Schlafzimmer schallen – warum muss man das eigentlich so laut spielen?? – und außerdem, seitdem Stare und Buntspecht hier sind, lässt sich Anneliese (die Maus)

Anneliese 1

nur noch selten sehen, und für Nachwuchs zu sorgen, wird ihr wohl auch vergangen sein.

Ich schweife schon wieder ab.

🙂

Also, wenn dann der ganze Vogelschwarm hier gelandet ist, weiß man vor lauter Flügelschlagen gar nicht, wohin man schauen soll. Da werden die Kräfte untereinander gemessen … Und nur durch Zufall bemerkt man (und hat leider keine Zeit, eine andere Kameraeinstellung zu wählen), dass das alles nur einem Zweck dient:

dem Ablenken der Jungvogelfütterung. Die da völlig frei auf dem Geländer (2 m Entfernung von meinem geöffneten Fenster, 1 m von der Hauseingangstür) standen.

Diese Großfamilien sorgen gut für ihre Kinder. Das muss man schon sagen.

*

Ja. Schon interessant, das Leben als Star.

und:

Euch Allen einen schönen Pfingstmontag!

🙂

*

*

Nachtrag

Lieber Herr Nachbar (nein, nicht „Herr Zocker“, sondern der freundliche Mann neben mir, der eben eingezogen ist): müssen Sie mich so erschrecken?? 🙂

Da wische ich doch eben wieder mal die Vogelkacke weg, sagt er mir doch, dass ihm die Aufnahmen gefallen, er würde schon über ein Jahr ab und an mal meinen Blog besuchen und wüsste jetzt nun, wo die Fotografien immer gemacht würden …

Dankeschön an dieser Stelle, mir hatte es jetzt eben die Sprache verschlagen.

:-))

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20
Mai
09

Pulsschläge – 04 –

Die Mandelbäumchen blühen. Zarte rosa Blüten. Sie hängen wie kleine dicke Kugeln schwer an den Ästen.
Auch mein Kopf ist schwer und ich bin in Gedanken versunken. Sie spinnen ein kleines, fadenscheiniges Nest. Ein Frau Christine Tochterhagennest.
Obwohl ich es nicht möchte, sitze ich bei ihr und ihrem Ekel am Frühstückstisch. Unangenehmes Schweigen macht sich breit. Ein Schweigen, bei dem es scheint, als ob die Wände immer näher rücken und der Raum immer enger wird. Oder wird Frau Tochterhagen beschimpft? Ist ihrem Manfred das Frühstücksei zu hart, zu weich oder gar zu alt? Sind die frischen Semmeln von gestern, obwohl sie Frau Tochterhagen doch eben erst geholt hatte?
Frau Christine Tochterhagen wird schweigen. Sie wird keine Antwort geben, das Frühstücksritual hinter sich bringen und versuchen, ihren Tag zu gestalten. Was wird sie tun? Wird sie fahren? Wird sie gehen?
Das kleine, gesponnene Frau Christinetochterhagennest wird größer. Winziges Getier verfängt sich darin. Eine Fliege vielleicht, oder eine Spinne? Spinnen verfangen sich nicht in eigene Nester.
Vielleicht findet sich im gesponnenen Frau Christinetochterhagengedankennest ein kleines, rosa Blättchen vom Mandelbäumchen vor meinem Fenster? Ich wünschte es ihr. Ein klein wenig Farbe und Freude, eine kleine, winzige emotional angenehme Begegnung am heutigen Frühstückstisch.
Die Zeit drängt. Sie hindert mich, die Gedanken an winziges Getier und kleine Mandelbäumchenblätter weiterzuspinnen.
Eine feuchte, nasse Hundeschnauze erinnert mich stupsend daran, dass die täglichen fünf Kilometer gelaufen werden müssen. Es ist sehr früh am Morgen und nicht damit zu rechnen, dass ich unleidigen Menschen begegnen werde.
Wie bin ich eigentlich auf den Gedanken gekommen, mir diesen Riesenhund anzuschaffen? Es muss gewesen sein, als ich beschloss mehr an meine Gesundheit zu denken. Oder als ich den Süßspeisen wieder einmal den Kampf erklärte. Jedenfalls verfluche ich die Idee. Mein Hund ich inhalieren röchelnd die Abgase der Lastkraftwagen. Der Hund niest und mir tränen die Augen. Nach einigen Kilometern ist der Hund kaputt und weigert sich, mich den Berg hinauf zu ziehen. Somit habe auch ich Schwierigkeiten das gewählte Tempo beizubehalten und gestatte uns an der Anhöhe eine Pause. Der Hund und ich sitzen im Gras und lassen unsere Gedanken durch die Gegend schweifen. Ich sehe ihn an. Er denkt entweder an ein riesiges Steak oder an die Hundedame von nebenan. Er sieht mir an, dass ich mich nach meiner Dusche und einem zweiten Kaffee sehne.
Die restlichen zu bewältigenden Kilometer ziehen sich endlos und als wir endlich zuhause ankommen, verschwindet der Hund auf sein Lager und schläft weiter.
Meine Gedanken eilen beim zweiten Kaffee erneut zum Frau Christine Tocherhagennest und ich frage mich, aus welchem Grund ich mich heute besonders um sie sorge. Ich sollte mich auf meine Tätigkeit vorbereiten. Auf die Schuldner, die auf mich warten. Denen es lieber wäre, ich hielte die Termine nicht ein und würde vielleicht gar nicht erscheinen. Und so überlege ich, was ich heute tragen werde. Schwarze Kostüme, graue Kostüme, silberblaue Kostüme, Blusen und Shirts in allen Farben und Formen. Vielleicht sollte ich „meinen“ Schuldnern eine Freude bereiten und Farbe ins Spiel bringen? Wie wäre es mit violett oder rosa? Nein. Wie immer greife ich zu kalten weiß und strengem schwarz. Nur die halterlosen Strümpfe in meinen Pumps geben mir ein wenig heimliche Lust …

– Fortsetzung folgt –




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