Posts Tagged ‘Leidenschaft

25
Mai
15

Selfies Fortsetzung. Oder: Ostseeimpressionen – 6 –

Ich mag euch nicht zu lange auf die Folter spannen, auch wird es wohl durch meinen Umzug in den nächsten Tagen mit dem Veröffentlichen von Beiträgen schwierig werden, mit dem tablet ist es mir zu umständlich, ich hoffe nur, dass mein Anbieter den Telefon- und Internetanschluss wie besprochen freischaltet.

*

Diese Aufnahme hier meine ich. Es ist das für mich zum Lieblingsbild erklärte Foto von Frau Tonari. Es ist in meinen Augen die perfekte Fotografie. Kerzengerade, an den richtigen Punkten knackscharf, es gibt gar nicht so viel auf der Aufnahme zu sehen und dennoch erzählt sie eine Geschichte. So, genauso liebe ich Fotografie.

Bitte, liebe Frau Tonari – stell nie wieder dein Fotografenlicht unter den Scheffel!

Mir fällt zu dieser Aufnahme einiges ein, ua. das Sprichwort: „Mit Kanonen auf Spatzen schießen.“

Danke Frau Tonari – ich hatte so viel Spaß. Und Danke auch fürs geduldig zuhören, bei meinen Erläuterungen zum lustigen Käferleben. 🙂

… und so war die Vorgeschichte:

und hier das Resultat (Das Käferchen war so unglaublich schnell … ):

24
Mai
15

Selfies und andere Merkwürdigkeiten Ostseeimpressionen – 5 –

Ich bin nicht der Typ für Selfies oder gar hochwertige Natur- oder Studioaufnahmen meiner eigenen Person, ich kann nicht lächelnd und strahlend, meinetwegen auch mit einem versonnen scheinenden Blick in die Kamera posen. Das bedauere ich manchmal, sehe ich mir doch durchaus solche Aufnahmen an und finde sie lustig oder nett oder eben einfach gelungen. Richtet man die Kamera auf mich, bekomme ich einen mittleren hysterischen Anfall, der sich bis zum durchaus als explosiv zu bezeichnenden Anfall steigert, nimmt man die Kamera dann nicht ganz schnell wieder weg. Ich bin eindeutig der Typ, der den Fotografen verklagen würde (na ja, nicht wirklich, aber ich würde permanent darüber informieren, dass das Bild sofort entfernt werden müsste, und würde mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen Stalking hinter Gittern landen, oder mich zumindest zur echten Nervensäge entwickeln) veröffentlichte man von mir einfach so eine Aufnahme, ohne mich gefragt – und ohne meine NICHTgenehmigung akzeptiert zu haben. Ja, man könnte mich mit Fug und Recht als „kamerascheu“ bezeichnen.

Nun gibt es aktuell drei Personen, denen ich das Fotografieren vorbehaltlos gestatte, ohne dass ich – bereits hyperventilierend – beginne, mich zurechtzurücken und mich dabei äußerst unwohl zu fühlen.

Meine Tochter, mein fünfzehnjähriger Neffe, und Frau Tonari erfassen irgendwie genau den Moment, in dem ich mich nicht beobachtet fühle, und der meiner Meinung nach mehr meinem Wesen entspricht, als alle anderen Aufnahmen, denen ich mich manchmal versuche zu stellen, das aber ganz schnell wieder sein lasse. Merkwürdigerweise gelingt es nur meiner Tochter, dass ich mich auch schon mal in die Kamera lächelnd zeige – es liegt dann wohl an ihrer ansteckenden Leidenschaft für Selfies, ich glaube, diese Generation perfektioniert das auf eine ganz eigene, unbekümmerte Art und Weise.

*

Folgende Aufnahmen hat Frau Tonari gemacht – ich danke ihr an dieser Stelle sehr dafür!

„Fotografenyoga“ nannte sie es bei der einen oder anderen meiner eigentümlichen Haltungen. Schauten mich bei diesen „Übungen“ Spaziergänger merkwürdig an, wurden sie gern von Frau Tonari mit den Worten aufgeklärt: „Das macht sie immer so – (gehen Sie ruhig weiter).“ 🙂

Mein absolutes Lieblingsbild, das sie mir freundlicherweise überlassen hat, von dem ich so begeistert bin, das ich so ausdrucksstark finde, wie kein anderes – tja, das zeige ich euch später.

20
Apr
14

Feelings

Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen

Lewis W. Hine

Feelings

18
Jan
13

Liebe

Schönes Wochenende, euch! 🙂

Leinwandbild, gerahmte Fotografie etc. –> HIER! 🙂

20
Nov
10

Tagesplan mehr als erfüllt.

Ursprünglich sollten es heute nur Enten sein. Ich konnte nicht genug bekommen. Und so sind die Mürbeteig/Konfitüre/Marzipan/Kuvertüre/Walnuss Plätzchen nun auch schon fertig.

Morgen noch Haselnusssterne, dann habe ich es für dieses Jahr geschafft.
Und ja – es ist das letzte Mal, dass ich so eine Backorgie veranstalte. Ganz wirklich.
🙂

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23
Okt
10

Zitat des Tages

.

Es sind die Abschiede, die verbinden.
Professor Dr. Josef Vital Kopp, (1906 – 1966), Schweizer Theologe, Kirchenrebell, Humanist, Romanautor und Übersetzer z.B. der Werke von Pierre Teilhard de Chardin

16
Sep
10

Running up that hill

 

 

 

 

20
Apr
10

Heinz Kahlau. Ein Gedicht.

Tagesbeginn

So gibt es viele Zärtlichkeiten
zwischen uns:
Ich füll dein Glas,
du wärmst mein Handtuch an,
ich schneid dein Brot,
du suchst nach meiner Brille.
So machen wir uns
füreinander wach,
bevor wir jeder an die Arbeit gehn.

18
Mai
09

Pulsschläge – 02 –

Ich denke mich in die Menschen, die ich sehe.
Ein Herr Ende vierzig mit einer einzelnen roten Rose steht am Bahnsteig und zupft nervös an seiner Krawatte. Kennt er die Dame bereits, auf die er wartet? Sehen sie sich zum ersten Mal? Wie werden sie sich begrüßen? Er hat sich herausgeputzt für den Auftritt am Bahnsteig.
Neben ihm tritt ein junges Mädchen mit kräftig überschminkten Augen vom rechten Fuß auf den linken Fuß, winkelt das Bein an und stellt es auf einen kleine Vorsprung. Sie stellt das Bein zurück auf den Boden, winkelt das andere an, tritt vom rechten Fuß auf den linken und wieder zurück und blickt erneut auf ihre Armbanduhr. Sie streicht die Haare aus dem Gesicht, die ihr immer wieder dahin zurück fallen, steckt die Hände in die Taschen, sieht auf ihr Handy, tippt darauf herum, verstaut es zurück in die Tasche und blickt wieder auf die Uhr am zierlichen Handgelenk.
Ein Pärchen betritt den nahe gelegenen Bahnhofskiosk, die Frau bestellt sich einen Kaffee, der Mann wirft gleich nach dem eintreten Münzen in einen Spielautomaten. Sie, die Frau mit dem Kaffee in der Hand, ist eine sehr gepflegte Erscheinung und trägt modische Kleidung. Er, der Mann am Spielautomat, der diesen unermüdlich und zur Freude der Frau hinter dem Tresen mit neuen Münzen füttert, trägt verschlissene alte Jeans und dreckige Schuhe. Nach einer ganzen Weile, die Frau hat längst ihren Kaffee getrunken, verlassen die Beiden die Imbissstube und begeben sich aus der Bahnhofshalle.

Weitere Reisende schleppen ihre übergroßen Taschen in leicht gebeugter Haltung den Bahnsteig entlang. Ab und an machen sie Halt, wechseln ihr schweres Gepäck von einer Hand in die andere, und setzen sich erneut in Bewegung. Manche von ihnen bemerken die Frau auf dem Stuhl, werfen ihr einen flüchtigen Blick zu und eilen weiter.
Begebe ich mich auf meinen Weg zum metallenen Stuhl, komme ich in der Bahnhofshalle an einem Café vorbei. Immer überkommt mich Verlangen nach frisch gebrühtem Kaffee und knusprigen Baguette, obwohl ich mich doch gerade vom reichlich gedeckten Frühstückstisch erhoben habe. Immer überkommt mich auf Bahnhöfen Hunger. Das ist unnötig. Und dennoch, manchmal erliege ich der Versuchung. Dann beiße ich verstohlen von dem erworbenen Baguette. Später rauche ich eine Zigarette, sitze einfach nur da und warte. Ich genieße die Bewegung, während ich selbst ruhig und in gleichmäßigen Zügen den Rauch inhaliere und wieder aus stoße. Ich sehe die Menschen kommen und gehen, lachen und weinen, zornig und liebend sich begrüßen oder verabschieden.
Wann ich die Leidenschaft des schnellen Schreibens in meinem Wagen entdeckte?
War es, als die Bahnhöfe für mich ihren Reiz verloren? Hatte ich auf eben diesen Bahnhöfen ausreichend Leben gesehen? War auch dort nur alles Wiederholung? Fand ich deshalb Gefallen am Schreiben in meinem Wagen? Die Vibrationen des Basses am linken Knie spürend …

– Fortsetzung folgt –




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